Tatort: Die Kampagne

Die Kampagne ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Die Folge wurde vom Südwestrundfunk unter der Regie von Thomas Bohn produziert und erstmals am 5. März 1995 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Es ist die 304. Folge des Tatorts und 7. Episode mit der Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), in der sie Stefan Tries (Ben Becker) als Assistenten an die Seite gestellt bekommt.

Auf dem Polizeirevier wird Kommissarin Lena Odenthal von einer besorgten Mutter angesprochen. Silke Tennenbaum vermisst ihren siebenjährigen Sohn, doch Odenthal verweist auf die verantwortlichen Beamten. Kurze Zeit später muss sie feststellen, dass dieser Fall doch in ihr Resort fällt, denn der Junge wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Zusammen mit ihrem neuen Assistenten, Stefan Tries, den die Kommissarin von einem früheren Fall her gut kennt, muss sie Tod des Kindes aufklären.
Silke Tennenbaum ist fest entschlossen, den Mörder ihres Sohnes zu finden. Als Chefin einer renommierten Werbefirma ist sie davon überzeugt, den Täter in fünf Tagen zu stellen. Dazu startet sie eine massive Kampagne und stellt deshalb alle anderen Aufträge zurück.
Odenthal und Tries kontaktieren ihren Kollegen Paul Gauert von der Sitte, da sie eine sexuell motivierte Tat vermuten. In Mikes Kinderzimmer fällt der Kommissarin eine Zeichnung auf, die ihre Annahme bestätigt. Als vielbeschäftigte Geschäftsfrau hatte Silke Tennenbaum für ihren Sohn viel zu wenig Zeit, daher vermutet Odenthal das Motiv der Tat im Umfeld der Mutter zumal diese entsprechend übertrieben reagiert. Durch ihre private Werbekampagne mit Radiodurchsagen, Fernsehspots, Plakaten und sogar einer Privatdetektei, artet die Aktion in eine moderne Menschenjagd aus. Sogar eine Reality-Show ist geplant, da sich private Sponsoren finden, die das ganze für ihre Produktwerbungen ausnutzen möchten. Durch die Recherchen der Privatdetektive gerät der früherer Straftäter Hans Holters unter Mordverdacht. Der Medienrummel bewirkt eine Vorverurteilung des Mannes, was am Ende zum Selbstmord von Holters führt.
Lena Odenthal stößt unterdessen mit Hilfe von Paul Gauert auf ein Sexvideo, dass den kleinen Mike Tennenbaum als Hauptfigur zeigt. Nach intensiver und akribischer Recherche, kann Assistent Tries den Aufnahmeort des Videos herausfinden, was die Ermittler zu einer Wohnung führt, die Meier-Brecht, dem Lebensgefährten von Silke Tennenbaum, gehört. Als Odenthal ihn zur Rede stellen will, erklärt er ihr, dass er mit diesen Videoaufnahmen nur die emotionale Leere ausfüllen wollte, die Mikes Mutter in ihm erzeugt hatte. Er leugnet diese Filme zu gewerblichen Zwecken ertstellt oder gar das Kind umgebracht zu haben. Doch mit Hilfe eines manipulierten Fotos, gelingt es Odenthal Meier-Brecht zu einem Geständnis zu bewegen. Er gibt an den Jungen geliebt zu haben, als dieser jedoch begann sich von Meier-Brecht abzuwenden und es zu einem Streit kam, eskalierte die Situation und er habe den Jungen im Affekt erschlagen.
Der Film wurde 1994 vom Südwestrundfunk produziert.
Ulrike Folkerts wird hier von Ben Becker unterstützt, der 1991 die Rolle des Stefan Tries bereits in der Odenthal-Folge Tod im Häcksler bekleidete.
Bei seiner Erstausstrahlung am 5. März 1995 wurde die Folge Die Kampagne in Deutschland von 8,99 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 25,02 Prozent entsprach.
Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm finden diesen Tatort nur mittelmäßig und meinen: „Etwas übertriebene, doch recht spannende Lektion über die ‚Wahrheitskonstruktion‘ der Medien.“
Die Neue (1989) | Rendezvous (1990) | Tod im Häcksler (1991) | Falsche Liebe (1992) | Die Zärtlichkeit des Monsters (1993) | Der schwarze Engel (1994) | Die Kampagne (1995) | Schneefieber (1996) | Schlaflose Nächte (1996)
Der kalte Tod (1996) | Tod im All (1997) | Nahkampf (1997) | Jagdfieber (1998) | Engelchen flieg (1998) | Mordfieber (1999) | Kriegsspuren (1999) | Offene Rechnung (1999) | Kalte Herzen (2000) | Der schwarze Ritter (2000) | Die kleine Zeugin (2000) | Der Präsident (2001) | Gute Freunde (2001) | Fette Krieger (2001) | Gewaltfieber (2001) | Schrott und Totschlag (2002) | Flashback (2002) | Romeo und Julia (2003) | Schöner sterben (2003) | Leyla (2003) | Große Liebe (2004) | Abgezockt (2004) | Gefährliches Schweigen (2004) | Letzte Zweifel (2005) | Am Abgrund (2005) | Ohne Beweise (2005) | Unter Kontrolle (2006) | Revanche (2006) | Der Lippenstiftmörder (2006) | Nachtwanderer (2006) | Roter Tod (2007) | Die dunkle Seite (2007) | Sterben für die Erben (2007) | Fettkiller (2007) | Schatten der Angst (2008) | Der glückliche Tod (2008) | Kassensturz (2009) | Tödlicher Einsatz (2009) | Vermisst (2009) | Tod auf dem Rhein (2010) | Hauch des Todes (2010) | Der Schrei (2010) | Tödliche Ermittlungen (2011) | Im Abseits (2011) | Tod einer Lehrerin (2011) | Tödliche Häppchen (2012) | Der Wald steht schwarz und schweiget (2012) | Kaltblütig (2012) | Freunde bis in den Tod (2013) | Zirkuskind (2014) | Blackout (2014) | Die Sonne stirbt wie ein Tier (2015) | Roomservice (2015) | LU (2015) | Du gehörst mir (2016)

Liste der Stolpersteine in Hamburg

In der Liste der Stolpersteine in Hamburg werden die durch den Künstler Gunter Demnig gefertigten und verlegten Stolpersteine zu den Hamburger Opfern des Nationalsozialismus erfasst. Die 4988 (Stand: Januar 2016) meist in die Gehwege eingelassenen Stolpersteine erinnern an Mitmenschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in „Schutzhaft“ genommen, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Es handelt sich dabei um Opfer des Holocaust, Opfer des Porajmos (Sinti und Roma), Widerstandskämpfer, Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Zwangsarbeiter.
Die Liste der Stolpersteine in Hamburg musste wegen ihrer Größe auf die einzelnen Stadtteile aufgespalten werden:
Deutschland: Baden-Württemberg • Bayern • Berlin • Brandenburg • Bremen • Hamburg • Hessen • Mecklenburg-Vorpommern • Niedersachsen • Nordrhein-Westfalen • Rheinland-Pfalz • Saarland • Sachsen • Sachsen-Anhalt • Schleswig-Holstein • Thüringen
In weiteren Ländern: Belgien • Frankreich • Griechenland • Italien • Kroatien • Luxemburg • Niederlande • Norwegen • Österreich • Polen • Rumänien • Russland • Schweiz • Slowakei • Slowenien • Spanien • Tschechien • Ukraine • Ungarn

Little Marton Mill

53.7991-2.9898Koordinaten: 53° 47′ 57″ N, 2° 59′ 23″ W
Little Marton Mill ist eine Turmwindmühle aus dem 19. Jahrhundert in Marton, heute Ortsteil von Blackpool in Lancashire, North West England. Sie wurde 1838 von John Hays erbaut, um Getreide zu mahlen und diente diesem Zweck bis 1928. Die Windmühle wurde von English Heritage im Grade II als Listed Building eingestuft.

Die Little Marton Mill wurde 1838 von dem Mühlenbauer John Hays für John Whalley an der Stätte einer früheren Mühle erbaut. Sie war einst eine von mehreren Getreidemühlen in dem Gebiet und die letzte von etwa vier Mühlen innerhalb der heutigen Grenzen von Blackpool. Das Weiler Little Marton war Teil der Gemeinde Marton, die am Ende des 19. Jahrhunderts ihre Selbständigkeit verlor und in Blackpool sowie St Anne’s-on-the-Sea eingegliedert wurde. In Marton gab es bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts eine Wassermühle und eine andere windgetriebene Getreidemühle bestand bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, beide in Great Marton. Die Little Marton Mill wurde später von einem Müller namens Cornelius Bagot betrieben. Der Betrieb wurde im September 1928 eingestellt. Bagot restaurierte die Mühle und stiftete sie 1937 dem Allen Clarke Memorial Fund zum Gedenken an den Lehrer, Schriftsteller und Windmühlenenthusiasten Allen Clarke (1863–1935). Das Bauwerk wurde 1987 für 88.000 Pfund ausgiebig instand gesetzt.
Little Marton Mill befindet sich auf einer Grünfläche, in der Nähe der M55 und ist eine Landmarke an dieser Hauptstraße in das Seebad Blackpool. English Heritage stufte die Windmühle am 20. Oktober 1983 im Grade II ein. Diese Einstufung ist die niedrigste der drei Stufen auf der Statutory List of Buildings of Special Architectural or Historic Interest und umfasst Bauwerke, die „von nationaler Bedeutung und speziellem Interesse“ sind.
Little Marton Mill ist in einem für Windmühlen in der Fylde typischen Stil gebaut. Sie hat vier Stockwerke, einschließlich des Erdgeschosses, hat einen runden Grundriss und eine im Verhältnis zur Höhe großen Durchmesser an der Basis. Sie ist aus verputzten und mit Kalkweiß gestrichenen Backsteinen gebaut. An der Außenseite ist eine Gedenktafel angebracht, die an den örtlich bekannten Schriftsteller Allen Clarke erinnert. Der Zugang zum Erdgeschoss erfolgt auf der Ostseite durch eine Doppeltür und an der Westseite durch eine einzelne Tür. Quadratische Fenster sind im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss vorhanden.
Typisch für Windmühlen in der Fylde ist die Dachhaube – sie wurde 1987 ersetzt – in der Bootsform. Die Mühle verfügt über vier Flügel und ein Windrad mit acht Blättern. Die Maschinerie der Mühle ist nicht mehr komplett, weil die mehrere Teile in der Lytham Windmill eingebaut wurden.

Walter Machado da Silva


Waldo Machado da Silva, genannt Waldo (* 9. September 1934 in Niterói, Brasilien) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler.

Waldo Machado ist bis heute der Rekord-Torschütze bei Fluminense Rio de Janeiro mit 314 Toren in 403 Spielen. In Diensten von Fluminense feierte er 1957 und 1960 den Gewinn des Torneio Rio-São Paulo und holte 1960 den Brasilien-Pokal. Er war nach seinem Wechsel in die spanische Primera División 1961 der erste Brasilianer, der das Trikot des FC Valencia trug. Mit ihm begann eine überaus erfolgreiche Zeit des Vereins. Jeweils 1962 und 1963 gewann der Verein den Messestädte-Pokal (Vorläufer zum UEFA-Pokal), Waldo wurde dabei Torschützenkönig. Ein möglicher Dreifach-Triumph scheiterte 1964 erst im Finale an Real Saragossa. In der Saison 1966/67 gewann Waldo mit 24 Treffern die Pichichi-Trophäe, die dem spanischen Torschützenkönig verliehen wird, und feierte im gleichen Jahr mit Valencia den Sieg bei der Copa del Rey.
Aufgrund seines Wechsels in den europäischen Fußball spielte Waldo nur fünf Mal für die Brasilianische Fußballnationalmannschaft, alle Spiele im Jahr 1960. In diesen fünf Spielen erzielte er zwei Tore.
1929: Bienzobas | 1930: Gorostiza | 1931: Bata | 1932: Gorostiza | 1933: Olivares | 1934: Lángara | 1935: Lángara | 1936: Lángara | 1937–1939 | 1940: Unamuno | 1941: Pruden | 1942: Mundo | 1943: Martín | 1944: Mundo | 1945: Zarra | 1946: Zarra | 1947: Zarra | 1948: Pahiño | 1949: César | 1950: Zarra | 1951: Zarra | 1952: Pahiño | 1953: Zarra | 1954: Di Stéfano | 1955: Arza | 1956: Di Stéfano | 1957: Di Stéfano | 1958: Badenes / Di Stéfano / Alós | 1959: Di Stéfano | 1960: Puskás | 1961: Puskás | 1962: Seminario | 1963: Puskás | 1964: Puskás | 1965: Ré | 1966: Vavá | 1967: Waldo | 1968: Uriarte | 1969: Amancio / Gárate | 1970: Amancio / Aragonés / Gárate | 1971: Gárate / Rexach | 1972: Porta | 1973: Marianín | 1974: Quini | 1975: Ruiz | 1976: Quini | 1977: Kempes | 1978: Kempes | 1979: Krankl | 1980: Quini | 1981: Quini | 1982: Quini | 1983: Rincón | 1984: da Silva / Juanito | 1985: Sánchez | 1986: Sánchez | 1987: Sánchez | 1988: Sánchez | 1989: Baltazar | 1990: Sánchez | 1991: Butragueño | 1992: Manolo | 1993: Bebeto | 1994: Romário | 1995: Zamorano | 1996: Pizzi | 1997: Ronaldo | 1998: Vieri | 1999: Raúl | 2000: Ballesta | 2001: Raúl | 2002: Tristán | 2003: Makaay | 2004: Ronaldo | 2005: Forlán | 2006: Eto’o | 2007: van Nistelrooy | 2008: Güiza | 2009: Forlán | 2010: Messi | 2011: C. Ronaldo | 2012: Messi | 2013: Messi | 2014: C. Ronaldo | 2015: C. Ronaldo

Charles W. Vursell

Charles Wesley Vursell (* 8. Februar 1881 in Salem, Illinois; † 21. September 1974 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1943 und 1959 vertrat er den Bundesstaat Illinois im US-Repräsentantenhaus.
Charles Vursell war ein Cousin von Carl Albert (1908–2000), Sprecher des Repräsentantenhauses aus Oklahoma. Er besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und arbeitete ab 1904 als Eisenwarenhändler. Zwischen 1910 und 1914 fungierte er als Sheriff im Marion County. Zwischen 1916 und 1948 war Vursell Eigentümer und Herausgeber der Zeitung Salem Republican. Politisch war er Mitglied der Republikanischen Partei. Zwischen 1914 und 1916 saß er als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Illinois.
Bei den Kongresswahlen des Jahres 1942 wurde Vursell im 23. Wahlbezirk von Illinois in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 1943 die Nachfolge des Demokraten Laurence F. Arnold antrat. Nach sieben Wiederwahlen konnte er bis zum 3. Januar 1959 acht Legislaturperioden im Kongress absolvieren. Zwischen 1949 und 1953 vertrat er dort den 24. Distrikt seines Staates. In seine Zeit im Kongress fielen das Ende des Zweiten Weltkrieges, der Beginn des Kalten Krieges, der Koreakrieg und innenpolitisch die Bürgerrechtsbewegung.
Im Jahr 1958 wurde Charles Vursell nicht wiedergewählt. Nach dem Ende seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus zog er sich in den Ruhestand zurück. Er starb am 21. September 1974 in seiner Heimatstadt Salem.
Delegierte aus dem Illinois-Territorium (1812–1818) Bond | Stephenson | Pope
Abgeordnete aus dem Bundesstaat Illinois (seit 1818) 1. Bezirk: McLean | D. Cook | Duncan | Slade | J. Reynolds | Snyder | J. Reynolds | R. Smith | Bissell | Washburne | I. Arnold | Wentworth | Judd | Farwell | J. Rice | Caulfield | W. Aldrich | Dunham | Taylor | J.F. Aldrich | Mann | Emerich | Madden | De Priest | Mitchell | Dawson | Metcalfe | Stewart | Washington | C. Hayes | Rush • 2. Bezirk: Casey | McClernand | W. Allen | Wentworth | Woodworth | Farnsworth | I. Arnold | Farnsworth | J.D. Ward | Harrison | G. Davis | Finerty | Lawler | McGann | Lorimer | Feely | Mann | M. Hull | Moynihan | McKeough | Rowan | Vail | O’Hara | Vail | O’Hara | Mikva | M. Murphy | Savage | M. Reynolds | Jackson | R. Kelly • 3. Bezirk: Duncan | May | Stuart | Ficklin | T. Young | Ficklin | Norton | Lovejoy | Washburne | Burchard | Farwell | Le Moyne | Brentano | Barber | Farwell | G. Davis | J.H. Ward | W. Mason | Durborow | McGann | Belknap | G. Foster | Wilson | G. Gorman | Wilson | Sproul | E. Kelly | Busbey | E. Kelly | Busbey | Linehan | Busbey | Murray | Byrne | W. Murphy | M. Murphy | Hanrahan | Russo | B. Lipinski | D. Lipinski • 4. Bezirk: Wentworth | Molony | Knox | Kellogg | C. Harris | Harding | Hawley | Hurlbut | Lathrop | Sherwin | Adams | Newberry | Goldzier | Woodman | Mills | Cusack | McAndrews | G. Foster | Wharton | McDermott | C. Martin | J. Rainey | Doyle | Beam | Gorski | J.V. Buckley | McVey | Derwinski | G. O’Brien | J. Davis | Sangmeister | Gutiérrez
5. Bezirk: S. Douglas | Richardson | J.C. Davis | Morris | Richardson | Lovejoy | Ingersoll | Stevens | Burchard | Hawk | Hitt | Ellwood | Hopkins | White | Noonan | Mahoney | McAndrews | Michalek | Sabath | Gorski | Kluczynski | Fary | B. Lipinski | Rostenkowski | Flanagan | Blagojevich | Emanuel | Quigley • 6. Bezirk: Hoge | Turner | E. Baker | T. Campbell | R. Yates | T. Harris | Hodges | McClernand | A. Knapp | Norton | B. Cook | H. Snapp | Hawley | Henderson | Hitt | Cooke | Boutell | Lorimer | Moxley | Stack | McAndrews | J. Gorman | J.R. Buckley | J. Gorman | J. Igoe | T. O’Brien | Maciejewski | T. O’Brien | Ronan | G. Collins | Collier | Hyde | Roskam • 7. Bezirk: Hardin | E. Baker | Henry | Lincoln | T. Harris | R. Yates | J.C. Allen I | A. Shaw | Robinson | Eden | Bromwell | J. Moore | Corwin | A. Campbell | P. Hayes | Cullen | Henderson | Foss | Knopf | Lundin | Buchanan | Juul | Michaelson | Schuetz | Link | Owens | Sabath | Bowler | Libonati | Annunzio | C. Collins | D. Davis • 8. Bezirk: Bissell | J. Morrison | R. Smith | Fouke | Stuart | Cullom | Robinson | Fort | Payson | Cullen | Plumb | C. Hill | Steward | Childs | Hopkins | Mahoney | McGavin | Gallagher | Kunz | Granata | Kunz | Kocialkowski | Gordon | Rostenkowski | P. Crane | Bean | Walsh | Duckworth
9. Bezirk: W. Allen | Marshall | Logan | W.J. Allen | Ross | McNeely | Barrere | Whiting | Boyd | Lewis | Payson | Snow | H. Wheeler | Hitt | Boutell | Evans I | Britten | McAndrews | Dewey | Resa | Twyman | S. Yates | Finnegan | S. Yates | Schakowsky • 10. Bezirk: A. Knapp | Thornton | Burr | E. Rice | Ray | Bagby | Marsh | Worthington | Post | Prince | Foss | Thomson | Foss | Chindblom | J. Simpson | R. Church | Paddock | R. Church | R. Hoffman | Collier | S. Young | Mikva | Porter | Kirk | Dold | Schneider | Dold • 11. Bezirk: Robinson | Marshall | R. Knapp | Wike | R. Knapp | Singleton | Neece | Gest | Cable | Marsh | Reeves | H.M. Snapp | Copley | F. Reid | Reed | Chesney | Sheehan | Pucinski | Annunzio | Sangmeister | Weller | Halvorson | Kinzinger | B. Foster • 12. Bezirk: W. Morrison | J. Baker | Hay | Robinson | W.M. Springer | Riggs | G. Anderson | Wike | McDannold | Cannon | Fuller | Hinebaugh | Fuller | Buckbee | N. Mason | Jonas | Boyle | Finnegan | McClory | P. Crane | Costello | Enyart | Bost • 13. Bezirk: W.J. Allen | Kuykendall | Raum | Crebs | McNulta | Stevenson | Tipton | Stevenson | D. Smith | W.M. Springer | Warner | Hitt | Lowden | McKenzie | W. Johnson | L. Allen | R. Church | M. Church | Rumsfeld | P. Crane | McClory | Erlenborn | Fawell | Biggert | R. Davis
14. Bezirk: J.C. Allen I | Moulton | Logan | Beveridge | Cannon | Rowell | Scott | B. Funk | Graff | Marsh | McKinney | Tavenner | W. Graham | J.C. Allen II | Thompson | A. Johnson | Reed | Keeney | E. Hoffman | Erlenborn | Corcoran | Grotberg | Hastert | B. Foster | Hultgren • 15. Bezirk: Eden | Forsythe | Moulton | Cannon | Busey | Cannon | Marsh | Mickey | Prince | Hoxworth | King | B. Chiperfield | Adair | Boyer | R. Chiperfield | N. Mason | C. Reid | Carlson | Arends | T. Hall | Corcoran | Madigan | Ewing | T. Johnson | Shimkus • 16. Bezirk: J.S. Martin | Sparks | A. Shaw | Landes | Fithian | Downing | Rinaker | Hinrichsen | W. Williams | Selby | Graff | Stone | Ireland | W. Hull | Dirksen | L. Allen | J. Anderson | L. Martin | Cox | Manzullo | Kinzinger • 17. Bezirk: W. Morrison | Moulton | Eden | Lane | Connolly | Caldwell | Sterling | Fitzhenry | Sterling | F. Smith | F. Funk | H. Hall | Gillespie | Arends | G. O’Brien | Evans II | Hare | Schilling | Bustos • 18. Bezirk: Clements | Hartzell | Thomas | W. Morrison | J. Baker | Forman | Remann | Hadley | Jett | Cannon | O’Hair | Cannon | Holaday | Meeks | Sumner | Jenison | Velde | Michel | R. LaHood | Schock | D. LaHood
19. Bezirk: Marshall | W. Anderson | Townshend | J. Williams | Wood | Hunter | Crowley | Warner | McKinley | Borchers | McKinley | A. Moore | Adkins | Dobbins | Rigney | Wheat | McMillen | R. Chiperfield | McLoskey | Schisler | Railsback | D. Crane | Bruce | Poshard | Phelps | Shimkus • 20. Bezirk: Thomas | G. Smith | Burrell | J. Campbell | J. Williams | H. Rainey | G. Shaw | H. Rainey | Lucas | Barnes | S. Simpson | E. Simpson | Findley | Durbin | Shimkus • 21. Bezirk: Black | E. Murphy | J. Baker | Rodenberg | Kern | Caldwell | Rives | Caldwell | J. Graham | L. Wheeler | Major | L. Wheeler | Major | Ramey | Major | H. Mason | Fries | Howell | Mack | Gray | Madigan | Price | Costello • 22. Bezirk: Hunter | G. Smith | Rodenberg | Baltz | Rodenberg | Miller | Irwin | Karch | Schaefer | C. Johnson | Price | McMillen | W.L. Springer | Shipley | D. Crane | Simon | Gray | Poshard • 23. Bezirk: Crowley | Dickson | M. Foster | Brooks | W. Arnold | L. Arnold | Vursell | Jenison | Vursell | Shipley | Price • 24. Bezirk: J. Williams | Chapman | Fowler | T. Williams | Parsons | Heidinger | Clippinger | Vursell | Price | Gray | Simon • 25. Bezirk: G. Smith | Thistlewood | R. Hill | Denison | Keller | Bishop | Price | Bishop | Gray • 26. Bezirk: Stringer | B. Chiperfield | McCormick | R. Yates Jr. | Brennan | Champion | J.C. Martin | Day | E. Douglas | Stratton | Bishop • 27. Bezirk: W. Williams | W. Mason | Huck | Rathbone | McCormick-Simms | Dieterich | Nesbit | M. Igoe | Long | T. Smith | Stratton

Igor Nikolajewitsch Smirnow

Igor Nikolajewitsch Smirnow (russisch Игорь Николаевич Смирнов, wiss. Transliteration Igor‘ Nikolaevič Smirnov; rumänisch Igor Smirnov; * 23. Oktober 1941 in Petropawlowsk-Kamtschatski) ist ein ehemaliger transnistrischer Politiker und war von 1992 bis 2011 der erste Präsident Transnistriens.

Smirnow wurde während des Zweiten Weltkriegs in der fernöstlichen Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski, im äußersten Osten der Sowjetunion geboren. Sein Vater war Nikolai Stepanowitsch Smirnow, ein Mitarbeiter der kommunistischen Partei. Seine Mutter hieß Sinaida Grigorjewna Smirnowa und arbeitete als Journalistin und Zeitungsherausgeberin. Als Nikolai Smirnow immer weiter innerhalb der kommunistischen Partei aufstieg, zog die Familie aus der Russischen Sowjetrepublik in die Ukrainische Sowjetrepublik. Da der Vater mittlerweile zum Bezirksratsvorsitzenden von Golopristanski (Oblast Cherson) in der Ukraine aufgestiegen war, führte die Familie dort ein gutes Leben.
Im Sommer des Jahres 1952 wurde Nikolai Smirnow jedoch wegen Unregelmäßigkeiten bei der Versorgung der örtlichen Kolchosen festgenommen. Er wurde zu 15 Jahren Gulag sowie einer anschließenden Verbannung von fünf Jahren verurteilt. Als Angehörige eines Staatsfeindes hatten Sinaida Grigorjewna und ihre drei Söhne Wladimir, Oleg und Igor keinen guten Stand. Nach Josef Stalins Tod im Jahre 1953 wurde Nikolai Smirnow, nach rund einem Jahr Haft, zusammen mit vielen anderen Häftlingen freigelassen. Schließlich fand die Familie nahe dem Uralgebirge zusammen, wo Nikolai Smirnow eine Grundschule leitete und Sinaida Grigorjewna die örtliche Komsomol-Zeitung herausgab.
Igor Smirnow ist gelernter Zerspanungsmechaniker und besuchte später die Abendschule des Bauinstituts in Odessa in der Ukraine. Nachdem er 1959 seine Lehre beendet hatte, kehrte er in die Russische Sowjetrepublik zurück, wo er im Slatoust-Metallwerk arbeitete. Im gleichen Jahr kam er erneut in die Ukraine, um in einem Dynamowerk in der Stadt Nowaja Kachowka in der Oblast Cherson zu arbeiten. Zudem besuchte er 1974 das Maschinenbauinstitut Saporoschje.
1987 kam er schließlich nach Moldawien, wo er Direktor des Großbetriebes Elektromasch in Tiraspol wurde. Dieser Betrieb war mit dem militärisch-industriellen Komplex der Sowjetunion verbunden und unterstand nicht den Ministerien in Chișinău, sondern direkt Moskau.
Mit der Auflösung der Sowjetunion kam es in Moldawien zum Konflikt zwischen den rumänisch sprechenden Teil der Moldauer, deren Vertreter das Land mit Rumänien vereinigen wollten, und ethnischen Minderheiten. Besonders groß war der Anteil der Minderheiten im östlichen Grenzstreifen Transnistrien, wo 1989 von den 601.700 Einwohnern nur 39,9 % Moldauer, aber 28,3 % Ukrainer, 25,4 % Russen lebten. Daneben gab es in Transnistrien auch noch bedeutende Minderheiten an Bulgaren und Gagausen. Zusammen mit russifizierten Moldauern gab es in diesem Landesteil eine klare russischsprachige Mehrheit, die sich von der neuen nationalistischen Politik Moldawiens bedroht sah. Dies führte in mehreren Regionen Moldawiens zu großer Unzufriedenheit und Demonstrationen.
Igor Smirnow, der als Fabrikdirektor großen Einfluss auf die lokale Arbeiterschaft hatte, gelang es, sich an die Spitze der transnistrischen Protestbewegung zu setzen. Die Protestbewegung gegen den neuen moldauischen Nationalismus erhielt immer größeren Zulauf, besonders weil die Führung in Chișinău mit minderheitenfeindlicher Rhetorik immer größere Bevölkerungsteile in Angst versetzte. Smirnow gründete eine eigene politische Partei, den Vereinigten Rat der Arbeitskollektive, der ab 1989 Warnstreiks durchführte. In Wahlen 1990 übernahm Smirnow mit seiner Partei im Großteil Transnistriens die Kontrolle → Hauptartikel: Transnistrien-Konflikt
Smirnow war damals auch Abgeordneter im Obersten Sowjet der Moldauischen Sowjetrepublik und gründete schließlich mit Gleichgesinnten auf dem östlichen Uferstreifen des Dnister unabhängig von der Zentralmacht in Chișinău ein eigenes Staatswesen mit der Bezeichnung Transnistrische Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik (kurz PMSSR). Aus dieser ging das heutige Transnistrien hervor, das sich seit August 1991 offiziell Transnistrische Moldauische Republik bzw. russisch PMR/ Pridnestrowskaja Moldawskaja Respublika nennt. Smirnow wurde am 2. September 1990 zum Vorsitzenden des provisorischen Obersten Sowjets Transnistriens erklärt.
Im Dezember 1991 organisierte man in Transnistrien eine eigene Präsidentschaftswahl, in der Smirnow bei einer Wahlbeteiligung von 78 % mit insgesamt 65,4 % der Stimmen gewählt wurde.
Der stark industrialisierte Landstreifen erwies sich mit seiner großen Stahl-, Textil-, Schuhindustrie, Möbelherstellung, Spirituosen und Wasserkraft als unverzichtbar für die Wirtschaft in Moldawien. So kam es zu einem offenen Konflikt mit Transnistrien. In einem kurzen, heftigen Krieg im Juni/Juli 1992, in dem auf beiden Seiten mehrere hundert Menschen starben, versuchte die moldauische Regierung, den abtrünnigen Landesteil zurückzuholen. Durch die enormen Bestände an Waffen und Munition der 14. Armee, die noch auf transnistrischem Territorium lagerten und auf die transnistrische Einheiten zum Teil zugreifen konnten, stellten die transnistrischen Verbände einen wesentlichen militärischen Faktor dar. Unter dem damaligen Befehlshaber General Alexander Lebed der in Transnistrien stationierten 14. Armee wurde ein Waffenstillstand erzwungen und ausgehandelt, der seitdem von der einer internationalen Friedenstruppe kontrolliert wird.
Von 1991 bis Dezember 2011 regierte Smirnow seine nicht anerkannte Republik als Präsident. Mitglieder seiner Familie bekleideten bzw. bekleiden einflussreiche Positionen in der Administration und Wirtschaft des Landes. Der frühere OMON- und KGB-Offizier Wladimir Antufejew und Vertraute Smirnows bekam eine neue Identität als Wadim Schewzow und hat als Minister für Inneres und Sicherheit die Kontrolle über den transnistrischen Geheimdienst MGB. Mit Bezug auf Transnistrien und Smirnow meint der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk: „Ein alter Apparatschik verkleidet sich als amerikanischer Sheriff und kassiert den ganzen Einsatz.“
Igor Smirnow regierte als Präsident autokratisch im Stile der Sowjetunion unter Verweis auf die ständige Gefahr der Regierung aus Chișinău, die er als „national-faschistisch“ bezeichnet.
Verhandlungen mit Chișinău, etwa über eine Konföderation oder eine Autonomie, verliefen unter gegenseitigen Schuldvorwürfen ergebnislos, da Smirnow auf der Anerkennung Transnistriens als eigenes Völkerrechtssubjekt besteht – eine Forderung, welche die Republik Moldau nicht zu akzeptieren bereit ist.
Seit 1991 fanden vier Präsidentschaftswahlen statt, die er bis auf die letzte alle deutlich gewann. 1991 setzte er mit 65,1 % gegen den Zweitplatzierten Grigori Marakuza (31 %) durch. Marakuza wechselte nach der Wahl in Smirnows Partei. 1996 gewann er mit 72 % gegen Wladimir Malachow mit 20 %, 2001 erhielt er 81,9 %, während seine Konkurrenten Tom Senowitsch mit 6,7 % und Alexander Radtschenko mit 4,6 % chancenlos blieben.
2006 gewann Smirnow mit 82,4 %, Nadeschda Bondarenko von der Kommunistischen Partei erhielt 8,1 % der Stimmen, Andrei Safonow, Besitzer und Herausgeber der oppositionellen Zeitung Nowaja Gaseta, 3,9 %. Keine dieser Wahlen wurden von der internationalen Gemeinschaft anerkannt, da Transnistrien kein Völkerrechtssubjekt ist. Smirnow hatte seinen Rückzug aus der Politik für den Fall angekündigt, dass Transnistrien als souveräner Staat anerkannt wird und er damit sein Lebensziel erreicht hat.
Smirnow kündigte im September 2011 an, bei den im Dezember des gleichen Jahres stattfindenden transnistrischen Präsidentschaftswahlen 2011 erneut kandidieren zu wollen. Russland entzog ihm für diese Wahl seine Unterstützung, da er mittlerweile als Hindernis für eine Verhandlungslösung des Konfliktes gesehen werde, und unterstützte stattdessen den Sprecher des transnistrischen Parlamentes, Anatoli Kaminski. Entgegen Umfragen, welche Smirnow an der Spitze gesehen hatten, kam er im ersten Wahlgang hinter dem Oppositionskandidaten Jewgeni Schewtschuk und Kaminski nur auf den dritten Platz. In der Stichwahl setzte sich dann Schewtschuk klar gegen Kaminski mit 73,9 % der Stimmen durch.
Am 30. Dezember 2011 übernahm Schewtschuk offiziell die Amtsgeschäfte von Smirnow.
Smirnow lebt seitdem als Pensionär und tritt nur noch selten in der Öffentlichkeit auf.
Igor Smirnow | Jewgeni Schewtschuk

Remaugies

Remaugies (picardisch: Èrmeugie) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 119 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Somme in der Region Picardie. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Montdidier, ist Teil der Communauté de communes du Canton de Montdidier und gehört zum Kanton Montdidier.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft Santerre rund 7,5 km ostsüdöstlich von Montdidier an der Départementsstraße D68 und an der Grenze des Départements Somme zum Département Oise. Zu Remaugies gehören die Gehöfte Houssoy und Ferme du Chalet.
Die Gemeinde erhielt als Auszeichnung das Croix de guerre 1914 – 1918.
Bürgermeister (maire) ist seit 2008 Christian Douchet.
Ailly-sur-Noye | Andechy | Armancourt | Arvillers | Assainvillers | Aubercourt | Aubvillers | Ayencourt | Balâtre | Bayonvillers | Beaucourt-en-Santerre | Beaufort-en-Santerre | Becquigny | Berteaucourt-lès-Thennes | Beuvraignes | Biarre | Billancourt | Bouchoir | Bouillancourt-la-Bataille | Boussicourt | Braches | Breuil | Bus-la-Mésière | Caix | Cantigny | Carrépuis | Cayeux-en-Santerre | Champien | Chaussoy-Epagny | Chilly | Chirmont | Contoire | Coullemelle | Courtemanche | Cressy-Omencourt | Crémery | Curchy | Damery | Dancourt-Popincourt | Davenescourt | Domart-sur-la-Luce | Démuin | Erches | Ercheu | Esclainvillers | Étalon | Ételfay | Faverolles | Fescamps | Fignières | Flers-sur-Noye | Folies | Folleville | Fonches-Fonchette | Fontaine-sous-Montdidier | Fouquescourt | Fransart | Fransures | Fresnoy-en-Chaussée | Fresnoy-lès-Roye | Goyencourt | Gratibus | Grivesnes | Grivillers | Gruny | Guerbigny | Guillaucourt | Hallivillers | Hallu | Hangard | Hangest-en-Santerre | Harbonnières | Hargicourt | Hattencourt | Herly | Ignaucourt | Jumel | L’Échelle-Saint-Aurin | La Chavatte | La Faloise | La Neuville-Sire-Bernard | Laboissière-en-Santerre | Laucourt | Lawarde-Mauger-l’Hortoy | Le Cardonnois | Le Plessier-Rozainvillers | Le Quesnel | Liancourt-Fosse | Lignières | Louvrechy | Mailly-Raineval | Malpart | Marché-Allouarde | Marestmontiers | Marquivillers | Maucourt | Mesnil-Saint-Georges | Montdidier | Moreuil | Morisel | Moyencourt | Méharicourt | Mézières-en-Santerre | Parvillers-le-Quesnoy | Piennes-Onvillers | Pierrepont-sur-Avre | Punchy | Quiry-le-Sec | Remaugies | Rethonvillers | Rogy | Roiglise | Rollot | Rosières-en-Santerre | Rouvrel | Rouvroy-en-Santerre | Roye | Rubescourt | Saint-Mard | Sauvillers-Mongival | Sourdon | Thennes | Thory | Tilloloy | Verpillières | Villers-Tournelle | Villers-aux-Érables | Villers-lès-Roye | Vrély | Warsy | Warvillers | Wiencourt-l’Équipée

Wilhelm Naegel

Wilhelm Josef Naegel (* 3. August 1904 in Fritzlar; † 24. Mai 1956 in Hannover) war ein deutscher Politiker der CDU.
Naegel absolvierte nach dem Abitur eine technisch-kaufmännische Lehre in einem Industriebetrieb und studierte anschließend an der Handelshochschule Berlin. Danach war er an der Universität Köln, an der Handelshochschule in Königsberg und der Technischen Hochschule in Braunschweig. Nach seinem Studium war der Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer Naegel als Geschäftsführer im Einzelhandel beschäftigt. Für die Firma C&A Brenninkmeyer war er zwischen 1930 und 1933 in London und Amsterdam tätig, bevor er Hauptgeschäftsführer der Niederlassung in Hannover wurde und in die Hauptgeschäftsleitung aufrückte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitbegründer der CDU in Hannover und in der britischen Zone. Von 1946 bis 1948 war er Mitglied des Zonenbeirates für die Britische Besatzungszone. Für Niedersachsen gehörte er 1947 bis 1949 dem Wirtschaftsrat der Bizone an, wo er bis 1948 den Wirtschaftsausschuss leitete. Am 23. August 1946 wurde er Mitglied des Ernannten Landtags von Hannover und am 9. Dezember Mitglied des Ernannten Landtags von Niedersachsen. Dem gewählten Landtag dieses Landes gehörte er in der ersten Legislaturperiode vom 20. April 1947 bis zum 18. Juni 1947 an. Bei der Bundestagswahl 1949 wurde Naegel auf der Landesliste der CDU in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Seit dem 8. Oktober 1953 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wirtschaftspolitik.
Wilhelm Naegel war 1949 einer der Mitbegründer des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Er gehörte mit Franz Greiss, Peter H.Werhahn, Werner Habig, Theophil Herder-Dorneich, Werner Linnemann, Peter Zettelmeyer und August Küster dem ersten Vorstand an.
1953 wurde er von Kardinal-Großmeister Nicola Kardinal Canali zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 1. Mai 1953 durch Lorenz Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert.