Johann I. (Habsburg-Laufenburg)

Johann I. (Habsburg-Laufenburg) auch Hans I. (* um 1297; † 20.–30. September 1337 bei Grynau), war ein Graf von Habsburg-Laufenburg, nach dem Tod seines Vaters Rudolf III. 1314 Landgraf im Klettgau und Vogt des Klosters Rheinau

Johann I. war der Sohn von Rudolf III. und seiner Gemahlin Elisabeth von Rapperswil. Den Laufenburgern erneuerte er 1315 ihr Stadtrecht.
Johann war wenig erfolgreich, und zu seinem Unglück trug vor allem seine Unterstützung der unterlegenen Partei bei der »Revolution in Zürich« bei, die ausgelöst wurde durch den Ritter und Bürgermeister von Zürich Rudolf Brun und dessen Brunsche Zunftverfassung, der er auf seinem Schloss Rapperswil Asyl gewährte, im weiteren Verlauf dieser Geschehnisse, die als Schlacht bei Grynau bekannt ist, wurde er als Anführer zusammen mit dem Toggenburger Graf Diethelm II. bei Grynau erschlagen.
Er war verheiratet mit Agnes von Werd († nach 9. Februar 1354), Tochter des Sigismund von Werd, Landgraf des Unter-Elsaß. Das Paar hatte folgende Kinder:

Kaimri

58.06666722.206944Koordinaten: 58° 4′ N, 22° 12′ O
Kaimri (deutsch Kaimern) ist ein Dorf (estnisch küla) auf der größten estnischen Insel Saaremaa. Es gehört zur Landgemeinde Salme (Salme vald) im Kreis Saare.

Der Ort an der Ostküste der Halbinsel Sõrve hat sieben Einwohner (Stand 31. Dezember 2011). Er liegt 26 Kilometer südwestlich der Inselhauptstadt Kuressaare.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befand sich am Ort eine kleine orthodoxe Schule. Sie stellte 1872 ihren Unterricht ein.
Zwischen Kaimri an der Ostküste und dem ca. knapp drei Kilometer entfernten Lõpe an der Westküste der Halbinsel verlief eine zweireihige Panzerabwehrlinie aus Betonpyramiden, die die Rote Armee im Oktober 1941 gegen die deutsche Wehrmacht errichten ließ. 1944 verstärkten die deutschen Truppen diese Linie als Abwehr gegen die sowjetischen Streitkräfte.
Während des Zweiten Weltkriegs fanden an dieser schmalen Landenge erbitterte Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Truppen statt. An sie erinnert ein 1969 errichtetes kleines Denkmal bei Lõpe.
Anseküla | Easte | Hindu | Imara | Järve | Kaimri | Kaugatoma | Lahetaguse | Lassi | Lõmala | Lõu | Länga | Läätsa | Metsalõuka | Mõisaküla | Möldri | Rahuste | Salme | Suurna | Tehumardi | Tiirimetsa | Toomalõuka | Ula | Üüdibe | Vintri

Bayombong

Bayombong ist eine Stadtgemeinde in der philippinischen Provinz Nueva Vizcaya. Bayombong ist auch der Sitz der Provinzregierung und somit die Hauptstadt von Nueva Vizcaya. Bayombong ist Sitz des Bistums Bayombong.
Die bedeutendste Bildungseinrichtung ist die Saint Mary’s University, sie wurde 1968 gegründet im Zuge eines staatlichen Entwicklungsprogramms zur Modernisierung des Magat-Tals, und die Nueva Vizcaya State University. Im Barangay Magsaysay liegt der Bangan Hill National Park. Zu den Hauptattraktionen von Bayombong zählt der Capitol Park, der in Anlehnung an den Rizal-Park, in Manila, auch Luneta des Nordens genannt wird. Er ist ca. acht Hektar groß, hat eine große Lagune und verschiedene andere Einrichtungen die der Entspannung dienen. Der Rizal Shrine befindet sich im Barangay Casat, er wurde zu Ehren von José Rizal eingerichtet und gilt als architektonisches Glanzstück der Region. Die St. Dominic Cathedral, der Bayombong Children’s Park und das People’s Museum and Library befinden sich im Zentrum der Gemeinde.
Bayombong ist in die folgenden 25 Baranggays aufgeteilt:
Gemeinden: Alfonso Castaneda | Ambaguio | Aritao | Bagabag | Bambang | Bayombong | Diadi | Dupax del Norte | Dupax del Sur | Kasibu | Kayapa | Quezon | Santa Fe | Solano | Villaverde

Seitensprung in Manhattan

Seitensprung in Manhattan (Originaltitel: The Daytrippers) ist eine US-amerikanisch-kanadische Filmkomödie aus dem Jahr 1996. Die Regie führte Greg Mottola, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen spielten Stanley Tucci und Hope Davis.

Eliza lebt in einer Kleinstadt und ist glücklich mit Louis D’Amico verheiratet, der in New York City arbeitet. Eines Tages findet sie einen Liebesbrief an ihn, über den sie mit ihrer Familie spricht. Eliza, ihre Eltern, ihre Schwester Jo und Jos Freund Carl fahren nach New York, um Louis zur Rede zu stellen.
In New York streitet Jo mit Carl. Ihre Mutter Rita meint, Carl wäre das beste, was Jo im Leben erwarten könne. Jo erinnert, dass Rita bereits Eliza drängte, Louis zu heiraten.
Die Familie geht auf eine Party, wo Eliza Louis sieht. Sie beobachtet ihn eine Weile bis er einen Mann küsst. Erst dann entdeckt Louis seine Frau. Es stellt sich heraus, dass seine Beziehung mit dem Mann bereits seit Monaten andauert. Rita beschimpft Louis als einen Perversling und will, dass die ganze Familie zurück nach Hause fährt. Eliza steigt aus dem Wagen aus und spricht versöhnlich mit Louis. Dann geht sie spazieren.
Jo versöhnt sich mit Carl, dann holt sie ihre Schwester ein und tröstet sie.
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 18. April 1997, der Charakter von Eliza bewahre die ganze Zeit Ruhe. Ihre Mutter Rita verhalte sich unerträglich. Das Ende des Films sei enttäuschend. Ebert verglich die Dialoge mit den Dialogen im Film Pulp Fiction von Quentin Tarantino.
Mick LaSalle schrieb in der San Francisco Chronicle vom 4. April 1997, die Komödie sei für einen Film mit einem niedrigen Budget perfekt. Er lobte die Besetzung und die Darstellungen.
Greg Mottola gewann im Jahr 1996 den Kritikerpreis des Toronto International Film Festivals, den Grand Jury Prize des Slamdance Film Festivals und den Publikumspreis des Athens International Film Festivals. Im Jahr 1997 gewann er für die Regie zwei Auszeichnungen des portugiesischen Festival Internacional de Cinema do Porto. Im Jahr 1996 wurde er für den Grand Special Prize des Deauville Film Festival nominiert.
Der Film wurde im Jahr 2000 für den ungarischen Csapnivalo Award nominiert.
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Sam Claflin

Samuel „Sam“ George Claflin (* 27. Juni 1986 in Ipswich, Suffolk, England) ist ein britischer Schauspieler.

Sam Claflin ist der Sohn eines Finanzberaters und einer Schulassistentin. Sein Schauspieldebüt hatte er in dem Fernsehmehrteiler Die Säulen der Erde als Richard von Shiring. In dem vierten Teil der Fluch-der-Karibik-Reihe, Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, spielt er in einer Nebenrolle den Missionar Philip. Im Fußballdrama United, das sich mit dem Wiederaufbau der Mannschaft nach dem Flugzeugunglück des Manchester United Teams 1958 befasst, spielt er die Rolle des Duncan Edwards. 2012 spielte er die Rolle eines Prinzen in einer amerikanischen Neuverfilmung des Märchens Schneewittchen, Snow White and the Huntsman, der am 31. Mai 2012 in die deutschen Kinos kam. In dem 2013 erschienenen Science-Fiction-Film Die Tribute von Panem – Catching Fire übernahm Claflin die Rolle des Finnick Odair. Es folgte die Hauptrolle des Bryan McNeil im Horror-Thriller The Quiet Ones sowie die Hauptrolle des Alex Stewart in der romantischen Komödie Love, Rosie – Für immer vielleicht, die auf dem gleichnamigen Roman von Cecelia Ahern basiert.
Seit Juli 2013 ist Sam Claflin mit der britischen Schauspielerin Laura Haddock verheiratet. Ende Dezember 2015 brachte Haddock das erste gemeinsame Kind des Paares auf die Welt.

Dóra María Lárusdóttir

Dóra María Lárusdóttir (* 24. Juli 1985) ist eine isländische Fußballspielerin. Die Abwehrspielerin bestritt in ihrer bisherigen Laufbahn über 100 Länderspiele für die isländische Frauen-Nationalmannschaft.
Dóra begann ihre Karriere bei Valur Reykjavík, mit dem sie 2004 ihren ersten Meistertitel gewann. Ab 2005 studierte sie an der University of Rhode Island. Während sie mit der College-Mannschaft Rhode Island Rams an den nationalen College-Meisterschaften teilnahm, spielte sie parallel weiterhin in den Semesterferien insbesondere im Sommer für ihren isländischen Klub, so dass sie auch an den Meisterschaften 2006, 2007 und 2008 beteiligt war. Nach Abschluss ihres Studiums 2008 konzentrierte sie sich sportlich wieder auf ihren isländischen Klub, es folgten 2009 und 2010 weitere Meistertitel. 2011 wechselte sie erstmals ins Ausland und heuerte beim schwedischen Verein Djurgården Damfotboll an. Nach nur einer Spielzeit zog sie nach Brasilien weiter, mit AAD Vitória das Tabocas – ihre Landsmännin Þórunn Helga Jónsdóttir wurde ebenfalls verpflichtet – nahm sie dabei unter anderem an der Copa Libertadores Femenina 2012 teil. Anschließend kehrte sie zu Valur Reykjavík zurück.
Nachdem Dóra bereits diverse isländische Juniorenauswahlmannschaften durchlaufen hatte, debütierte sie im September 2003 in der A-Nationalmannschaft. Mit dieser qualifizierte sie sich für die Europameisterschaft der Frauen 2009, bei der sie mit der Auswahl in der Gruppenphase scheiterte und alle drei Spiele bestritten hatte. Vier Jahre später nahm sie an der Europameisterschaft der Frauen 2013 teil, bis zum Ausscheiden gegen Gastgeber Schweden im Viertelfinale absolvierte sie alle vier Endrundenspiele.

Cassandra Steen

Cassandra Steen (* 9. Februar 1980 in Ostfildern-Ruit) ist eine in Deutschland lebende US-amerikanische Pop- und R&B-Sängerin.

Cassandra Steens Eltern trennten sich schon vor ihrer Geburt. Bei ihren Großeltern wuchs sie auf einem US-Armeestützpunkt bei Stuttgart zweisprachig auf, da innerhalb der Familie ausschließlich englisch gesprochen wurde. Sie besitzt nach eigenen Angaben ausschließlich die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Steen ist seit Dezember 2013 mit ihrem Manager Stephan Kocian verheiratet.
Bekanntheit erlangte Cassandra Steen erstmals im Alter von 17 Jahren als Duettpartnerin von Freundeskreis auf dem Album Quadratur des Kreises. Zahlreiche Festival- und Open-Air-Auftritte mit der Band folgten, ehe sie 1998 von Booya Music als Solokünstlerin unter Vertrag genommen wurde. Zwei Jahre später wurde 3P-Labelchef Moses Pelham über ein Demo-Tape auf die Sängerin aufmerksam und schloss nach ersten gemeinsamen Aufnahmen im Studio einen Vertrag mit ihr ab.
Kurz nach Vertragsunterzeichnung machte sie sich als Leadsängerin des Trios Glashaus einen Namen. Aus der Zusammenarbeit mit Pelham und Martin Haas resultierte neben drei kommerziell erfolgreichen Alben 2003 auch eine Soloveröffentlichung unter dem Titel Seele mit Herz. Des Weiteren war sie als Background- und Chorusstimme Label-Kollegen wie Illmatic und Sabrina Setlur behilflich.
Seit 2003 ist Cassandra Steen auch außerhalb von 3P als Feature auf Neuerscheinungen von anderen Interpreten wie Azad, J-Luv, W4C, Melbeatz, Freundeskreis, Curse, Tone, Bushido und Xavier Naidoo zu hören. In Zusammenarbeit mit Bushido entstand 2005 die Singleauskopplung Hoffnung stirbt zuletzt.
Anfang 2009 veröffentlichte Cassandra Steen ein Soloalbum mit dem Titel Darum leben wir. Mit der ersten und gleichnamigen Singleauskopplung vertrat sie ihr Bundesland Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest 2009 am 13. Februar in Potsdam und belegte den vierten Platz. Die Single Darum leben wir wurde am 30. Januar 2009 veröffentlicht. Im Sommer 2009 platzierte sich die gemeinsam mit Adel Tawil aufgenommene Single Stadt bis auf Platz 2 der Deutschen Charts und erlangte Platinstatus. Für die deutsche Fassung des Disney-Films Küss den Frosch synchronisierte sie die Titelrolle der Tiana und sang gemeinsam mit dem US-amerikanischen R’n’B-Sänger Ne-Yo den Song Never Knew I Needed. Dieser schaffte es auf Platz 64 der deutschen Single-Charts, in Portugal konnte der Titel Platz 15 erreichen.
Am 29. April 2011 veröffentlichte sie mit Mir so nah ihr drittes Soloalbum. Für die erste Single-Auskopplung Gebt alles arbeitete sie erneut mit Adel Tawil zusammen. Am 5. August 2011 erschien die zweite Single-Auskopplung Tanz.
Bei der KiKA-Casting-Show Dein Song übernahm Cassandra Steen 2014 zum zweiten Mal eine Musikpatenschaft, nachdem sie bereits 2009 dabei war. Gemeinsam mit Vincent Ott sang sie im Finale am 4. April das Lied Shades & Shadows. Im Televoting verloren sie aber gegen DJ BoBo und dessen Schützling Pier Luca Abel.

Charlottetown

Charlottetown [ˈʃɑːrləttaʊn] ist eine Stadt in Kanada und Hauptstadt der Provinz Prince Edward Island. Sie liegt im Bezirk Queens County und zählt rund 35.000 Einwohner. Charlottetown wurde 1764 gegründet und nach der damaligen britischen Königin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz benannt.

Charlottetown liegt am Charlottetown Harbour, einem natürlichen Hafen, der durch den Zusammenfluss der drei Flüsse Hillsborough, Yorke und Eliot gebildet wird. Durch eine zwei Kilometer lange und 500 m breite Meerenge ist der Hafen mit der Northumberlandstraße verbunden. Die Stadt befindet sich auf einer nach Süden zulaufenden Halbinsel, die im Westen durch den Yorke River und im Osten durch den Hillsborough River begrenzt wird.
Das Gebiet um Charlottetown war ursprünglich von den Mi’kmaq besiedelt. Die ersten europäischen Siedler waren französische Soldaten aus Louisbourg, die 1720 im südwestlichen Teil des Hafens, gegenüber dem heutigen Stadtzentrum, die Festung Port-la-Joye errichteten. Während des Franzosen- und Indianerkriegs eroberten im August 1758 britische Truppen die kleine Siedlung und den Rest der Insel. Die Briten deportierten die französischen Siedler und errichteten an Stelle der verlassenen Siedlung das Fort Amherst.
Der Vermesser Samuel Holland wählte das Gebiet als Standort der Bezirksbehörden des künftigen Queens County. Ein Jahr später wurde die nach Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz benannte Siedlung Hauptstadt der damals noch als St. John’s Island bezeichneten Kolonie. Weitere Vermessungen legten 1768–1771 den Straßengrundriss und die Lage der öffentlichen Plätze fest. Am 17. November 1775 plünderten amerikanische Freibeuter während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die Stadt und nahmen mehrere Geiseln, die sie später freiließen.
1805 errichtete die britische Garnison eine Festung namens Fort Edward im westlichen Teil des Hafens. 1835 entstand das Government House als Amtssitz des Gouverneurs; heute residiert hier der Vizegouverneur. Zwischen 1845 und 1847 wurde das Parlamentsgebäude, das Province House errichtet. Am 17. April 1855 wurde Charlottetown, das damals rund 6500 Einwohner zählte, zu einer vom restlichen Bezirk eigenständigen Gemeinde erklärt.
Vom 1. bis 8. September 1864 fand hier die Charlottetown-Konferenz statt, an der über die künftige Kanadische Konföderation beraten wurde. Nachdem Charlottetown am 1. Juli 1873 mit dem Beitritt der Insel zu Kanada zu einer Provinzhauptstadt wurde, erhielt es 1885 die Stadtrechte.
1938 erfolgte die Eröffnung eines Luftwaffenstützpunktes der Royal Canadian Air Force, der 1946 zum Flughafen Charlottetown umfunktioniert wurde. In den Werften der Stadt wurden während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Kriegsschiffe repariert und gewartet.
1969 entstand durch die Vereinigung zweier bestehender Hochschulen die University of Prince Edward Island. Das kanadische Ministerium für Veteranen (Veterans Affairs Canada) verlegte 1983 im Rahmen eines Dezentralisierungsprogramms seinen Hauptsitz nach Charlottetown. Nachdem die Canadian National Railway 1989 sämtliche Eisenbahnlinien der Insel stillgelegt hatte, wurden die brachliegenden Bahnanlagen neuen Nutzungen zugeführt. 1995 fusionierte Charlottetown mit den Vorortsgemeinden Sherwood, Parkdale, Winsloe, West Royalty und East Royalty.
Die Wirtschaft Charlottetowns wird dominiert durch die staatliche Verwaltung. Die Provinz-, Bundes- und Stadtbehörden sind bedeutende Arbeitgeber ebenso das Gesundheits- und Bildungswesen. Die wichtigsten Industriezweige sind Nahrungsmittelindustrie und die Herstellung von Holzerzeugnissen, Stahlwaren und Wollwaren. Auch der Tourismus ist für die Stadt von Bedeutung, aufgrund zahlreicher sehenswerter Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.
In Charlottetown befinden sich die University of Prince Edward Island, das 1847 erbaute Province House, das Government House und das Museum Confederation Centre of the Arts. Charlottetown besitzt zwei Kathedralen, die römisch-katholische Cathedral Basilica of St. Dunstan und die anglikanische St. Peter’s Cathedral. Das jährlich stattfindende Charlottetown Festival ist die größte Attraktion für den Fremdenverkehr der Insel. Bekannteste Sportmannschaft sind die Charlottetown Islanders, ein Eishockey-Juniorenteam, das seine Heimspiele im Charlottetown Civic Centre austrägt.
Rundfunksender:
Durch die zentrale Lage in der Provinz entwickelte sich die Stadt zu einem Verkehrsknoten. Ende des 20. Jahrhunderts wurden wichtige Straßenverbindungen fertiggestellt. Dazu gehören vor allem der Trans-Canada Highway, der auch die nördlichen Vororte mit dem Riverside Drive, der Hillsborough River Bridge, der North River Causeway/Bridge und der Confederation Bridge im Westen sowie dem Northumberland-Fährterminal im Osten verbindet. Route 2 ist der wichtigste Highway von Ost nach West und führt als Zubringer auf den Trans-Canada Highway.
Charlottetown Airport ist der einzige Flughafen der Provinz mit planmäßigen Flügen. Der Flughafen zählt 280.000 Passagiere jährlich. Er ist auch das Drehkreuz der Prince Edward Air. Das städtische Unternehmen T3 Transit ist der regionale Anbieter des Personennahverkehrs. Das Unternehmen betreibt zehn Routen in der Stadt.
Bundesstaat: Ottawa
Provinzen: Charlottetown | Edmonton | Fredericton | Halifax | Québec | Regina | St. John’s | Toronto | Victoria | Winnipeg
Territorien: Iqaluit | Whitehorse | Yellowknife

Logistikbrigade 200

Die Logistikbrigade 200 mit Sitz des Stabes in Tauberbischofsheim war im Heer der Zukunft (2002–2007) eine von sechs Kampfunterstützungs- bzw. Logistikbrigaden des Heerestruppenkommandos. Die Brigade wurde 2003 aufgestellt und Mitte 2007 außer Dienst gestellt.

Das Verbandsabzeichen (Ärmelabzeichen) der Brigade zeigte zwei gekreuzte Schwerter auf schwarz-rot-blauem Grund im Wappenschild und glich bis auf die Umrandung dem Verbandsabzeichen des Heerestruppenkommandos. Die gekreuzten Schwerter standen für die Heerestruppenteile. Die Farbe schwarz symbolisierte die Pioniertruppe, rot die Artillerie-, Heeresflugabwehr- und die ABC-Abwehrtruppe. Blau stand für die Logistiktruppe. Damit waren die Waffenfarben der unterstellten Truppen im divisionsäquivalenten Heerestruppenkommando im Wappen abgebildet. Alle dem Heerestruppenkommando ehemals unterstellten Brigaden führten ein bis auf die Umrandung identisches Verbandsabzeichen, das meist in der jeweiligen Waffenfarbe umrandet war. Hier war das für die Logistiktruppe blau. Zusätzlich signalisierte eine innen liegende Umrandung in rot, dass die Logistikbrigade die zweite von zwei Logistikbrigaden war. Diese Symbolik der roten Umrandung für die jeweils zweite Brigade war typisch für die heraldische Darstellung der Brigadeabzeichen in den ursprünglichen zwölf Divisionen des Heeres.
Zur Brigade zählten (u. a. bzw. temporär):
Die Brigade wurde am 22. Juli 2003 feierlich in Tauberbischofsheim in Dienst gestellt (offiziell am 1. Juli) und war neben der Logistikbrigade 100 eine der Logistikbrigaden des Heerestruppenkommandos. Zur Aufstellung wurde u. a. das Logistikregiment 10 mit dem unterstellten Transportbataillon 10 und Nachschubbataillon 12 herangezogen; das Regiment wurde aufgelöst. Das Nachschubbataillon 12 wurde in das Logistikbataillon 12 umgegliedert.
Der Außerdienststellungsappell erfolgte am 24. November 2006 in Tauberbischofsheim. Die Auflösung wurde zum 31. Dezember 2006 de facto vollzogen, offiziell zum 30. Juni 2007 zusammen mit der Umgliederung des Heerestruppenkommandos. Das unterstellte Transportbataillon 10 sowie das Logistikbataillon 12 wechselten bereits zum 1. Juli 2005 als Transportbataillon 465 bzw. als Logistikbataillon 467 zur Streitkräftebasis (Logistikregiment 46). Das Nachschubbataillon 131 sowie das Nachschubbataillon 132 wurden zum 30. Juni 2007 aufgelöst.
Die letzten Kommandeure waren:
49.6188859.677196Koordinaten: 49° 37′ 8″ N, 9° 40′ 38″ O
ABC-Abwehrbrigade 100 | Artilleriebrigade 100 | Führungsfernmeldebrigade 700 | Führungsfernmeldebrigade 900 | Führungsunterstützungsbrigade 1 | Führungsunterstützungsbrigade 2 | Führungsunterstützungsbrigade 4 | Führungsunterstützungsbrigade 900 | Fernmelde/EloKa-Aufklärungsbrigade 94 | Flugabwehrbrigade 100 | Heeresfliegerbrigade 3 | Heerestruppenbrigade | Logistikbrigade 1 | Logistikbrigade 2 | Logistikbrigade 4 | Logistikbrigade 100 | Logistikbrigade 200 | Luftbewegliche Brigade 1 | Luftmechanisierte Brigade 1 | Pionierbrigade 10 | Pionierbrigade 20 | Pionierbrigade 30 | Pionierbrigade 40 | Pionierbrigade 50 | Pionierlehrbrigade 60 | Pionierbrigade 70 | Pionierbrigade 80 | Pionierbrigade 100 | Sanitätsbrigade 1 | Sanitätsbrigade 2 | Sanitätsbrigade 4

François Magendie

François Magendie (frɑ̃ˈswa maʒɑ̃ˈdi) (* 6. Oktober 1783 in Bordeaux; † 7. Oktober 1855 in Sannois (Val d’Oise) bei Paris) war ein französischer Mediziner, Anatom und Physiologe. Er gehörte der École de Paris an und gilt als einer der Vorreiter der modernen Arzneimitteltherapie.

F. Magendie war der Sohn von Marie Nicole de Perey und Antoine Magendie († 1813), einem Wundarzt. Er wuchs mit seinem jüngeren Bruder Jean-Jacques Magendie zunächst in Bordeaux auf. Ihre Mutter Marie Nicole de Perey starb im Jahre 1792 an einem akuten Leiden als beide Brüder noch klein waren. Ihr Vater Antoine heiratete erneut. Im Jahre 1791 zieht die Familie Magendie nach Paris. François besuchte die Volksschule, École élémentaire, wo er rasche Fortschritte macht. Im Jahre 1799, also mit 16 Jahren, wird er an der École de santé zugelassen. 1803 wird er als Medizinstudent am Hôpital Saint-Louis aufgenommen. Er wird sich als Student am Hôtel-Dieu de Paris unter dem Chirurgen und Anatomen Alexis de Boyer (1757–1833), einem Freund des Vaters, intensiv in die Anatomie und Obduktionstechnik einarbeiten. 1807 wird er offizieller Ausbilder an der École de médecine und unterrichtet dort Anatomie und Physiologie. Im gleichen Jahr wird er Assistent für Anatomie und Physiologie an der École de médecine.
Am 24. März 1808 promoviert man ihn zum Docteur en médecine. Er verteidigte folgendes Thema: Essai sur les usages du voile de palais avec quelques propositions sur la fracture du cartilage des côtes. Er wird 1811 zum Demonstrator für Anatomie an der Faculté de Médecine in Paris benannt. Diese Lehrtätigkeit erfüllt er dort für drei Jahre. Neben der Anatomie lehrt er auch Physiologie und Chirurgie. Er sei ein geschickter Chirurg gewesen und führte seine Operationen an der École Pratique aus. Von Magendie war bekannt, dass er ein rüdes und unhöfliches Verhalten an den Tag legen konnte. Dies habe zu Konflikten mit anderen Kollegen geführt, so etwa François Chaussier (1746–1828), einem Professor für Anatomie. Ferner habe der berühmte Professor der Chirurgie Guillaume Dupuytren (1777–1835), in Magendie einen gefährlichen Rivalen gesehen und habe auch öffentlich gegen ihn Position bezogen.
Im Jahre 1813 trat Magendie von seiner Stellung als Lehrer der Anatomie an der Fakultät zurück und begann in einer privaten Praxis tätig zu werden. Dennoch führte er im Privaten seine Lehrtätigkeit in der Physiologie fort. 1818, nach intensivem Wettbewerb unter den Kandidaten, wurde er in das Bureau Central des Hôpitaux Parisiens beordert. Im Juni 1821 wurde er Herausgeber der ersten Ausgaben des Journal de Physiologie expérimentale, später umbenannt in Journal de Physiologie et pathologique expérimentale. Es war die erste Publikation dieser Art in Frankreich. Während einer Reise nach England im Jahre 1824, wo er Gast von William Hyde Wollaston war, führte er mehrere öffentliche Demonstrationen seiner Methode zur experimentellen Unterbindung der Hirnnerven von lebenden Hunden vor. Dies führte dort auch zu anti-vivisektionistischen Protesten. Ab 1826 praktiziert er als Arzt am Hôpital de la Salpêtrière.
Im Jahre 1830 heiratete er die junge Witwe Henriette Bastienne de Puisaye und wurde auf diese Weise Eigentümer eines Grundstücks in Sannois, einer alten Gemeinde in Seine-et-Oise, unweit von Versailles. Henriette Bastienne de Puisaye war zuvor mit Nicolas-Théodore Audinot-d’Aussy (1777–1826), einem Theaterdirektor, verheiratet.
1831 wurde er Professor für Medizin und 1836 Professor der Physiologie und allgemeinen Pathologie am Collège de France in Paris. 1821 wurde er Mitglied und 1837 Präsident der Pariser Akademie der Wissenschaften. Einer seiner wichtigsten Schüler war der Physiologe Claude Bernard. In seinen Vorlesungen über das Blut, die im Jahre 1839 zusammen mit Joseph G. Funel veröffentlicht wurden, schreibt er:
„Un médecin qui n’a pas appelé à son aide la chimie, la physique, qui ne s’est pas livré à l’art difficile des expériences sur les animaux, etc. – et beaucoup sont dans ce cas – ce médecin, dis-je, ne voit souvent dans une réunion de malades que des gens plus ou moins souffrants, des moribonds, des convalescents.“
„Ein Mediziner der nie die Chemie und die Physik zur Hilfe nimmt, der nicht die schwierige [ärztliche] Kunst mit Tierexperimenten etc. kennt – und für viele ist dies der Fall – dieser Arzt sage ich, sieht oft in einer Anzahl von Kranken nur mehr oder weniger Leidende, Sterbende oder Genesende.“
Das Anliegen von Magendie war, dass die allgemeinen Vorstellungen über die Phänomene der lebenden Körper, also der meisten physiologischen Tatsachen, durch Experimente überprüft werden müssen. Er ist einer der wichtigen Forscher im Bereich der Experimentalphysiologie:
„En physiologie comme dans toutes les sciences physiques il ne faut point chercher à devancer l’expérience. Ne serait-ce que dans l’intérêt de votre amour-propre, vous ferez toujours bien d’appuyer vos assertions sur des preuves expérimentales; sans quoi votre savoir restera dans une sorte d’état provisoire, jusqu’au moment où il aura reçu la sanction de l’expérience.“
„In der Physiologie, wie in allen anderen physikalischen Wissenschaften, darf man die Grenzen des Beobachtbaren nicht überschreiten. Wenn es nicht bereits in ihrem besonderen Interesse läge, so täten Sie doch gut daran, alle ihre Behauptungen auf experimentellen Beweisen abzustützen. Ohne sie verbliebe Ihr Wissen nur in einer Art vorläufigem Zustand, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es durch die Beobachtung bestätigt werden wird.“
Ein Teil seines wissenschaftlichen Denkens entstand in der Auseinandersetzung mit den vitalistischen Positionen etwa um Xavier Bichat (1771–1802). In seinen Experimenten und Schlussfolgerungen arbeitete er auf dem Boden eines methodologischen Reduktionismus. Die Physik und Chemie waren für ihn „echte“, eben experimentelle Wissenschaften. Die Physiologie muss – so seine Sicht – neu konstituiert werden, ausschließlich mit Hilfe des Experiments auf naturwissenschaftlichen Grundlagen.
Magendie führte experimentelle Methoden in die Pharmakologie, Physiologie und Pathologie ein. Er sprach sich gegen die überlieferten medizinischen Systeme aus. Grundlage seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten allein die Beobachtungen im Tierversuch sein, ohne jegliche Interpretation. Er war der Begründer der tierexperimentellen Physiologie in Frankreich bzw einer experimentell-naturwissenschaftlich begründeten Medizin und führte auch zahlreiche Vivisektions-Experimente durch. In seinen pharmakologischen Studien entdeckte und isolierte er eine Vielzahl neuer Alkaloide und führte diese in die Therapie ein. Er war bestrebt, aus den Drogen möglichst die Wirkstoffe zu isolieren. So hatte er 1817, zusammen mit Pierre Joseph Pelletier (1788–1842), aus der Ipecacuanhawurzel das Alkaloid Emetin isoliert, einem Isochinolin-Alkaloid. Darüber hinaus analysierte er erstmals die physiologischen Wirkungen der Alkaloide Strychnin und Chinin. Bei seinen Arbeiten stellte er fest, dass Extrakte der Pflanzenteile besser als Arzneimittel verwendet werden können als die Pflanzenteile selbst, da bei den Extrakten weniger Wirkstoffschwankungen auftreten.
Zu seinen wichtigsten morphologischen Entdeckungen gehören der Liquor cerebrospinalis und seine Verbindungswege. Dieser Liquor cerebrospinalis füllt die inneren und äußeren Hohlräume des zentralen Nervensystems aus, er umgibt das Gehirn und Rückenmark mit einem Flüssigkeitsraum. Dabei werden Hirnkammern (Ventriculi cerebri) beschrieben – der 1. und 2. Ventrikel (Seitenventrikel), der 3. Ventrikel (unpaar im Zwischenhirn (Diencephalon)) und der 4. Ventrikel, der im Rautenhirn gelegen ist. Ferner gibt es die sogenannten Zisternen (Cisternae subarachnoideae), also Erweiterungen des Subarachnoidalraumes. Die Verbindung des 1. und 2. Ventrikels mit dem 3. Ventrikel wird durch ein Foramen interventriculare gewährleistet, und die des 3. und 4. Ventrikels durch den Aquaeductus cerebri (Sylvii).
Die mediane Verbindung oder Apertur einer größeren Zisternae, der Cisterna cerebromedullaris, mit dem 4. Ventrikel (Ventriculus quartus cerebri) wiederum trägt als unpaare Verbindung den Namen ihres Entdeckers Foramen Magendii.
Außerdem trägt eine bestimmte Schielstellung der Augen (Strabismus), das Hertwig-Magendie-Syndrom, seinen Namen.
1822 bestätigte er die Entdeckung von Charles Bell (1774–1842), dass die ventralen Spinalnervenwurzeln (Radix ventralis motoria) des Rückenmarks (Medulla spinalis) motorische und die dorsalen Spinalnervenwurzeln sensorische Funktionen (Radix ventralis sensoria) haben (Bell-Magendie-Gesetz).
Für seine Experimente benutzte er acht junge Hunde. Er durchtrennte zunächst auf der einen Seite alle lumbalen und sakralen Vorderwurzeln und dann auf der gegenüberliegenden Seite die Hinterwurzeln. Die Folge war, dass nach der Durchtrennung aller ventralen Wurzeln eine totale Lähmung (Paralyse) des Beines auftrat, während auf der kontralateralen Seite eine Bewegung weiterhin möglich war, aber das Tier dort unempfindlich gegen z.B. schmerzhafte Stimuli wurde. Damit wurde der Beweis erbracht, dass die Vorderwurzeln eine motorische Funktion und die Hinterwurzeln eine sensorische Funktion haben.
Auch lieferte er den ersten Beweis über die Rolle des Kleinhirns bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Organismus. Im Jahre 1824 beobachtete er die Kreisbewegung mouvement de manège, die bei einem Kaninchen auftraten, dessen Kleinhirnstiel (Pedunculus cerebellaris) gezielt durchtrennt wurde.
Im Jahre 1823 produzierte er experimentell eine Dezerebrationsstarre oder auch Enthirnungs-Körperhaltung. Durch die Enthirnung eines Wirbeltieres überwiegen die tonischen statischen Haltungsreflex-Mechanismen in den gegen die Schwerkraft gerichteten Muskeln, auch als Streckmuskeln bezeichnet. Bei Hunden, Katzen u. a. verursacht echte Dezerebrierung eine Starre der Strecker aller vier Extremitäten.
Magendie entwickelte in Zusammenarbeit mit Jean Léonard Marie Poiseuille (1797–1869) ein experimentelles Modell und Gerät, sphygmomètre, zur Blutdruckmessung bei Tieren, das er im Jahre 1838 anwendete. Er beeinflusste damit u. a. Etienne-Jules Marey (1830–1904) in Paris. Mit diesem Sphygmomanometer führten sie arterielle Druckmessungen durch und zeigten welche hämodynamische Rolle die Elastizität der großen Arterien spielte. Nach einer Vielzahl von Messungen an den verschiedensten Blutgefäßen wandte Magendie das sphygmomètre im Jahr 1840 auch auf das Ventrikelsystem des Gehirns an, um den Druck der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) zu messen.
Magendie führte, wie auch viele andere zeitgenössische Forscher (etwa Claude Bernard), einen Teil seiner Studien am vivisezierten Tiermodell durch. Dies blieb nicht ohne Widerspruch. Einmal soll er einen auf einem Brett geschnallten Hund – der sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Wehr setzte – kurz vor der Sektion, mit den Worten angeschrien haben:
„Tais-toi, pauvre bête!“
„Halt die Schnauze, du dummes Tier!“
Magendie irrte in der Annahme, dass die Cholera und auch das Gelbfieber nicht ansteckend seien. In dieser Zeit, um 1831, ging er als Vorsitzender des Beirats für öffentliche Hygiene (présida le comité consultatif d’hygiène publique) nach England, um dort eine Cholera-Epidemie zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Paris bekämpfte er sie dort ebenso und entwickelte eine symptomatische Behandlung. Aber er behauptete fest, dass die Cholera nicht ansteckend sei und wandte sich deshalb auch gegen Quarantäne-Maßnahmen.
Obgleich er bei diesen Erkrankungen dem anti-kontagiösen Lager angehörte, hatte er dennoch einen positiven Beitrag zum Studium der Infektion gemacht. So wies er experimentell nach, dass der Speichel von tollwütigen Hunden ein ansteckendes Prinzip enthielt.
Ein weiterer Fehler war das beharrliche Nichterkennen und die Ablehnung des Ethers (Diethyl-Ether) zur Anästhesie und in der chirurgischen Praxis seit dem 16. Oktober 1846 (Ether Day).