Ludwig-Eisenbahn-Denkmal

Das Ludwig-Eisenbahn-Denkmal ist ein Denkmal mit Brunnen im Nürnberger Stadtteil Gostenhof.

Am 7. Dezember 1885 wurde anlässlich des 50. Jahrestags der Fahrt des Adlers auf der Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth beim Nürnberger Ludwigsbahnhof am Plärrer der Grundstein für ein Eisenbahndenkmal gelegt. Einen daraufhin ausgeschriebenen Wettbewerb gewann 1887 Heinrich Schwabes Entwurf eines Kunstbrunnens, obwohl die Jury den Herakles von Rudolf Maison als beste künstlerische Leistung würdigte.
Der Brunnen wurde am 16. Oktober 1890 enthüllt. Der bayerische Staat kam für die Hälfte der Kosten von 58.500 Mark auf. Die andere Hälfte des Betrages stammte von der Ludwigseisenbahngesellschaft, der Stadt, von Vorstadtvereinen und privaten Mäzenen wie Ludwig Ritter von Gerngroß.
Beim Ausbau der Gleis- und Haltestellenanlagen für die Nürnberger Straßenbahn wurde es 1927 an die Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth versetzt. Im Jahre 1965 musste es wiederum dem Bau der U-Bahn weichen und wurde in eine nahegelegene Grünanlage innerhalb der Anschlussstelle Nürnberg/Fürth der A 73 versetzt. Der Mäzen und Brunnenliebhaber Kurt Klutentreter ermöglichte die Umsetzung des Denkmals im Jahr 1993 in die Fürther Straße an den östlichen Aufgang des U-Bahnhof Bärenschanze.
Auf einem etwa 10 Meter hohen Granit-Obelisken befindet sich eine Kleinplastik aus Bronze, an deren Seite sitzen Furthia und Noris, Personifikationen der Städte Fürth und Nürnberg. Die Kleinplastik verherrlicht die erste deutsche Bahnfahrt als Siegeszug der Technik. Die Bronzeplastiken stammen aus der Kunstgießerei Lenz.
Das Ludwig-Eisenbahn-Denkmal am Plärrer, 1891
Der Plärrer mit dem Ludwig-Eisenbahn-Denkmal, 1905
49.45209166666711.052302777778Koordinaten: 49° 27′ 7,5″ N, 11° 3′ 8,3″ O