San Salvo

San Salvo ist eine Gemeinde mit 19.808 Einwohnern in der Provinz Chieti, in der Region Abruzzen. Im März 2007 erhielt die Ortschaft vom Präsidenten der Republik Italien die Stadtrechte. Die Nachbarorte sind Vasto, Cupello und Montenero di Bisaccia (CB).

Wichtigste Einnahmequelle ist die Landwirtschaft (Fischerei, Olivenölproduktion, Weinbau). Dort angesiedelte Industrieunternehmen sind u.a. S.I.V. (heute Pilkington), Magneti Marelli/Denso (Toyota Group). Weitere Einnahmequelle der Stadt ist der Tourismus.
In der Umgebung der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC – Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.
San Salvo erhielt auch im Jahre 2014 zum 16. Mal in Folge die „Blaue Flagge 2008“ für saubere Sportboothäfen, Strände und Badestrände.
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Terrell County (Texas)

Das Terrell County ist ein County im Bundesstaat Texas der Vereinigten Staaten. Der Verwaltungssitz (County Seat) ist Sanderson.

Das County liegt im mittleren Westen von Texas, grenzt im Süden an Mexiko und hat eine Fläche von 6107 Quadratkilometern, ohne nennenswerte Wasserfläche. Das County grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Countys: Pecos County, Crockett County, Val Verde County und Brewster County.
Terrell County wurde 1905 aus Teilen des Pecos County gebildet. Benannt wurde es nach Alexander Watkins Terrell, Staatsanwalt, Richter, Diplomat und Offizier der Kavallerie der Konföderierten und späteren US-Senator von Texas.
2000 2010
Nach der Volkszählung im Jahr 2000 lebten im Terrell County 1.081 Menschen in 443 Haushalten und 295 Familien. Die Bevölkerungsdichte betrug 0 Einwohner pro Quadratkilometer. Ethnisch betrachtet setzte sich die Bevölkerung zusammen aus 88,34 Prozent Weißen, 1,67 Prozent Afroamerikanern und 8,33 Prozent aus anderen ethnischen Gruppen; 1,02 Prozent stammten von zwei oder mehr Ethnien ab. 48,57 Prozent der Einwohner waren spanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
Von den 443 Haushalten hatten 29,8 Prozent Kinder oder Jugendliche, die mit ihnen zusammen lebten. 54,4 Prozent waren verheiratete, zusammenlebende Paare 7,4 Prozent waren allein erziehende Mütter und 33,4 Prozent waren keine Familien. 31,8 Prozent waren Singlehaushalte und in 16,3 Prozent lebten Menschen im Alter von 65 Jahren oder darüber. Die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug 2,44 und die durchschnittliche Familiengröße betrug 3,09 Personen.
26,5 Prozent der Bevölkerung war unter 18 Jahre alt, 5,0 Prozent zwischen 18 und 24, 23,4 Prozent zwischen 25 und 44, 27,5 Prozent zwischen 45 und 64 und 17,6 Prozent waren 65 Jahre alt oder älter. Das Durchschnittsalter betrug 42 Jahre. Auf 100 weibliche Personen kamen 103,2 männliche Personen und auf 100 Frauen im Alter von 18 Jahren oder darüber kamen 101,5 Männer.
Das jährliche Durchschnittseinkommen eines Haushalts betrug 24.219 USD, das Durchschnittseinkommen einer Familie betrug 28.906 USD. Männer hatten ein Durchschnittseinkommen von 21.429 USD, Frauen 15.804 USD. Das Prokopfeinkommen betrug 13.721 USD. 21,2 Prozent der Familien und 25,2 Prozent der Einwohner lebten unterhalb der Armutsgrenze.
Liste der Countys in Texas Anderson | Andrews | Angelina | Aransas | Archer | Armstrong | Atascosa | Austin | Bailey | Bandera | Bastrop | Baylor | Bee | Bell | Bexar | Blanco | Borden | Bosque | Bowie | Brazoria | Brazos | Brewster | Briscoe | Brooks | Brown | Burleson | Burnet | Caldwell | Calhoun | Callahan | Cameron | Camp | Carson | Cass | Castro | Chambers | Cherokee | Childress | Clay | Cochran | Coke | Coleman | Collin | Collingsworth | Colorado | Comal | Comanche | Concho | Cooke | Coryell | Cottle | Crane | Crockett | Crosby | Culberson | Dallam | Dallas | Dawson | Deaf Smith | Delta | Denton | DeWitt | Dickens | Dimmit | Donley | Duval | Eastland | Ector | Edwards | El Paso | Ellis | Erath | Falls | Fannin | Fayette | Fisher | Floyd | Foard | Fort Bend | Franklin | Freestone | Frio | Gaines | Galveston | Garza | Gillespie | Glasscock | Goliad | Gonzales | Gray | Grayson | Gregg | Grimes | Guadalupe | Hale | Hall | Hamilton | Hansford | Hardeman | Hardin | Harris | Harrison | Hartley | Haskell | Hays | Hemphill | Henderson | Hidalgo | Hill | Hockley | Hood | Hopkins | Houston | Howard | Hudspeth | Hunt | Hutchinson | Irion | Jack | Jackson | Jasper | Jeff Davis | Jefferson | Jim Hogg | Jim Wells | Johnson | Jones | Karnes | Kaufman | Kendall | Kenedy | Kent | Kerr | Kimble | King | Kinney | Kleberg | Knox | La Salle | Lamar | Lamb | Lampasas | Lavaca | Lee | Leon | Liberty | Limestone | Lipscomb | Live Oak | Llano | Loving | Lubbock | Lynn | Madison | Marion | Martin | Mason | Matagorda | Maverick | McCulloch | McLennan | McMullen | Medina | Menard | Midland | Milam | Mills | Mitchell | Montague | Montgomery | Moore | Morris | Motley | Nacogdoches | Navarro | Newton | Nolan | Nueces | Ochiltree | Oldham | Orange | Palo Pinto | Panola | Parker | Parmer | Pecos | Polk | Potter | Presidio | Rains | Randall | Reagan | Real | Red River | Reeves | Refugio | Roberts | Robertson | Rockwall | Runnels | Rusk | Sabine | San Augustine | San Jacinto | San Patricio | San Saba | Schleicher | Scurry | Shackelford | Shelby | Sherman | Smith | Somervell | Starr | Stephens | Sterling | Stonewall | Sutton | Swisher | Tarrant | Taylor | Terrell | Terry | Throckmorton | Titus | Tom Green | Travis | Trinity | Tyler | Upshur | Upton | Uvalde | Val Verde | Van Zandt | Victoria | Walker | Waller | Ward | Washington | Webb | Wharton | Wheeler | Wichita | Wilbarger | Willacy | Williamson | Wilson | Winkler | Wise | Wood | Yoakum | Young | Zapata | Zavala
30.23-102.07Koordinaten: 30° 14′ N, 102° 4′ W

Martine Barraqué

Martine Barraqué (eigentlich Martine Barraqué-Curie) ist eine französische Filmeditorin.

Nach einem Handelsstudium, das sie mit Diplom abschloss, brachte sich Martine Barraqué den Filmschnitt autodidaktisch bei. Ab 1972 kam sie regelmäßig als Editorin von Filmen François Truffauts zum Einsatz. Mehrfach arbeitete sie dabei mit dem Editor Yann Dedet zusammen, wie bei Die amerikanische Nacht (La Nuit américaine, 1973) und Die Geschichte der Adèle H. (L’Histoire d’Adèle H., 1975).
Für ihre Arbeit an Truffauts preisgekröntem Filmdrama Die letzte Metro (Le Dernier métro, 1980) erhielt Barraqué den César in der Kategorie Bester Schnitt. Auch bei Truffauts letzten Filmen, dem Liebesdrama Die Frau nebenan (La Femme d’à côté, 1981) und der Kriminalkomödie Auf Liebe und Tod (Vivement dimanche!, 1983), war Barraqué für den Schnitt verantwortlich. Suzanne Schiffman, eine enge Vertraute Truffauts und Drehbuchautorin vieler Werke des französischen Filmemachers, engagierte Barraqué für den Schnitt ihres Regiedebüts Der Mönch und die Hexe (Le Moine et la sorcière, 1987).
Neben ihrer Arbeit als Filmeditorin unterrichtete Barraqué auch an der französischen Filmhochschule La fémis in Paris.

Palantine

Palantine ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Franche-Comté.
Palantine liegt auf 370 m, etwa 18 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, in einer leichten Mulde auf dem Plateau westlich des Tals der Loue, die hier in einem Bogen weit nach Norden ausgreift, östlich der Höhe des Landet.
Die Fläche des 4,31 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird von der Mulde von Palantine eingenommen, die durchschnittlich auf 370 m liegt. Das Plateau ist überwiegend von Wiesland bestanden, zeigt aber auch eine Moorfläche. Nach Süden reicht der Gemeindeboden über eine Geländestufe auf das Plateau von Goux, auf dem mit 441 m die höchste Erhebung von Palantine erreicht wird. Im Nordwesten und Norden erstreckt sich das Gemeindeareal über das Plateau bis an den Fuß des Landet und in ein ausgedehntes Waldgebiet. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.
Nachbargemeinden von Palantine sind Charnay im Norden, Courcelles im Osten, Rouhe und Goux-sous-Landet im Süden sowie Lavans-Quingey und Cessey im Westen.
Mit 58 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört Palantine zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Während des 20. Jahrhunderts pendelte die Einwohnerzahl stets im Bereich von 30 bis 64 Personen.
Palantine war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch Land- und Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es fast keine Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen nahe der Departementsstraße, welche von Quingey nach Épeugney führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Goux-sous-Landet.
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Friedhelm Decker

Friedhelm Decker (* 28. Juni 1946 in Köln) ist ein deutscher Landwirt und Agrarfunktionär.

Friedhelm Decker absolvierte nach der mittleren Reife zunächst eine Ausbildung zum Schlosser und anschließend zum landwirtschaftlichen Gehilfen. Daran schloss er ein Studium der Landwirtschaft an, das er 1971 als Ing. grad. für Landbau abschloss. Er übernahm danach einen Hof in Köln.
Decker war von 1999 bis 2001 Vizepräsident und von 2001 bis 2014 Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands. Da er aus Altersgründen nicht mehr kandidierte , wurde der bisherige RLV-Vizepräsident Bernhard Conzen im Mai 2014 zu seinem Nachfolger als Präsident gewählt. Daneben ist Decker in zahlreichen landwirtschaftlichen und genossenschaftlichen Gremien tätig. Er ist Vorsitzender des beratenden Ausschusses Landwirtschaft und Umwelt der Europäischen Kommission.
Für Nordrhein-Westfalen nominierte die CDU ihn als Mitglied der 13. Bundesversammlung.
Friedhelm Decker erhielt
Er ist außerdem Ehrenpräsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes.

Carlo Tresca

Carlo Tresca (* 9. März 1879 in Sulmona, Abruzzen, Italien; † 11. Januar 1943 in New York City, New York) war ein Agitator der Arbeiterbewegung. Er war als Mitglied der Italienischen Eisenbahnarbeiterföderation und als Autor der Zeitschrift Il Germe tätig.
Tresca siedelte 1904 in die USA, um einer drohenden Gefängnisstrafe in Italien zu entgehen.
In Philadelphia wurde er Autor der Zeitschrift Il Proletario, der offiziellen Zeitung der Italienischen Sozialistischen Föderation (ISF). Trescas Arbeit brachte eine Wendung der ISF zum Syndikalismus. Als er sich selbst immer mehr zum Anarchismus orientierte gab er die Tätigkeit für Il Proletario auf und brachte seine eigene Zeitung La Plebe heraus. Er zog mit seiner Zeitung später nach Pittsburgh und brachte dort seine revolutionären Ideen zu den italienischen Bergarbeitern im Westen Pennsylvanias.
Tresca trat 1912 der Gewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW) bei, als er auf Einladung der Gewerkschaft in der Stadt Lawrence in Massachusetts italienische Arbeiter für eine Kampagne zur Freilassung zweier Streikführer mobilisierte.
Nach dem erfolgreichen Streik in Lawrence wurde er in verschiedenen Streiks in den USA tätig, so zum Beispiel 1912 beim Streik der Textilarbeiter in Little Falls (New York), 1913 beim Hotelangestelltenstreik in New York City und beim Seidenarbeiterstreik in Paterson (New Jersey) und 1916 beim Bergarbeiterstreik in Mesabi Range (Minnesota).
Tresca wurde eine der Hauptpersonen beim Versuch, die Bemühungen Mussolinis zu stoppen, die Italo-Amerikaner für die Unterstützung der italienischen Faschisten zu gewinnen. Er brachte eine anti-faschistische Zeitschrift heraus (Il Martello), in der er Mussolini als Klassenfeind darstellte. Die italienischen Faschisten versuchten 1926, Tresca bei einem Bombenattentat zu töten.
In den 1930er Jahren wurde Tresca zum erklärten Gegner des Stalinismus, nachdem Stalinisten die anarchistischen Bewegungen in Katalonien und Aragonien während des Spanischen Bürgerkriegs zerschlagen hatten.
Er unterstützte aber die Bolschewiki, da er der Meinung war, dass ein sozialistischer Staat einem kapitalistischen vorzuziehen sei, zumal er die Kommunisten als Verbündete gegen die Faschisten sah.
1938 beschuldigte Tresca öffentlich die Sowjetunion, Juliet Poyntz entführt zu haben, um ihre Abwendung von der kommunistischen Partei zu vertuschen.
Tresca wurde ermordet. Der Mord wurde durch Vito Genovese als Gefallen für Mussolini organisiert und am 11. Januar 1943 in New York durchgeführt.

Allendorf (Lumda)

Die Stadt Allendorf (Lumda) befindet sich im Landkreis Gießen etwa 17 km nordöstlich der Kreisstadt Gießen und ebenso weit südöstlich der Universitätsstadt Marburg, etwa in der Mitte Hessens. Die amtliche Schreibweise des Ortsnamens lautet Stadt Allendorf (Lda.).

Allendorf liegt an der Lumda, einem kleinen linken Nebenfluss der Lahn. Umgeben wird die Stadt von Bergen zwischen 320 und knapp 400 m Höhe über NN. Großräumig liegt die Gegend zwischen Lahntal und Vogelsberg.
Allendorf grenzt im Norden an die Gemeinde Ebsdorfergrund (Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Osten an die Gemeinde Rabenau, im Süden an die Gemeinde Buseck, sowie im Westen an die Stadt Staufenberg (alle drei im Landkreis Gießen).
Allendorf (Lumda) besteht aus den vier Gemarkungen Allendorf/Lumda, Climbach, Nordeck und Winnen. In jeder Gemarkung liegt ein Stadtteil, wobei Nordeck und Winnen miteinander verwachsen sind. Stadtteile ohne eigene Gemarkung finden sich nicht.
Zwischen 780 und 802 taucht der Name „alten Dorfa“ (das spätere Allendorf) in den fuldaischen Schenkungsregistern des Mönches Eberhard auf. Allendorf lag im Oberlahngau, zur Mark Londorf gehörig. Im Jahre 1323 wurden von Landgraf Otto I. die Marktrechte verliehen.
Am 2. März 1370 wurde Allendorf durch Landgraf Heinrich II. zur Stadt erhoben und erhielt Marburger Recht mit Wochenmarkt unter Befreiung von Bede und Schatzung zugunsten des Mauerbaus. Die Befestigung des Ortes sollte die Verbindungswege von Marburg nach Grünberg und von Amöneburg nach Mainz kontrollieren.
1377 wird die junge Stadt von Herzog Otto von Braunschweig und Johann von Nassau überfallen und geplündert. Die Einwohner werden gefangengenommen; 16 Personen sterben in den Gefängnissen.
Am 3. August 1479 brennt die Stadt einschließlich des Rathauses bis auf wenige Gebäude ab. Die Pest wütet von 1479 bis 1483, 1575, 1628 und 1635 in der Stadt und zieht Hungersnöte nach sich. Es folgen noch schwere Schicksalsschläge für die Stadt: Ausplünderungen 1636, 1646, Einquartierungen 1639, 1757, 1790 bis 1815, Unwetter 1680, 1829, 1839, Großbrände 1694, 1706, 1728.
1842 wurde eine Industrieschule eröffnet, 1878 eine Poststelle. 1902 wurde mit der Inbetriebnahme der Lumdatalbahn ein Anschluss ans Eisenbahnnetz hergestellt. 1904 bekommt Allendorf eine Wasserleitung und Kanalisation, 1912 Anschluss an das Stromnetz.
Auch in Allendorf wird bei den Novemberpogromen 1938 die Synagoge zerstört und das Inventar am folgenden Tag auf dem Festplatz verbrannt. Mit der Deportation der letzten 21 Mitbürger jüdischen Glaubens in die Vernichtungslager erreicht das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte für Allendorf seinen traurigen Höhepunkt. Allendorf hat im Zweiten Weltkrieg 85 Gefallene und 56 Vermisste zu beklagen.
Am 20. September 1960 werden Allendorf durch einen Erlass der hessischen Landesregierung die Stadtrechte wieder förmlich zuerkannt. Zwischenzeitlich (seit 1937) waren die Stadtrechte ausgesetzt gewesen.
1970 wird das Bürgerhaus Allendorf eingeweiht.
Am 1. Januar 1975 wurde der Name der Stadt amtlich in Allendorf (Lumda) geändert.
1981 Stilllegung der Lumdatalbahn im Personenverkehr. 1991 desgl. im Güterverkehr.
In den letzten Jahren konnte – entgegen dem allgemeinen Trend auch in der Region – ein spürbarer Bevölkerungszuwachs erreicht werden.
In jüngster Zeit versucht die Stadt, sich verstärkt im Bereich des Tourismus zu engagieren.
Am 31. Dezember 1971 kam die Gemeinde Climbach auf freiwilliger Basis zu Allendorf an der Lumda.
Die Gemeinde Braunstein, die am 31. Dezember 1970 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Nordeck und Winnen entstanden war, wurde am 1. Januar 1977 durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen in die Stadt Allendorf (Lumda) eingegliedert.
Historisch dokumentierte Erwähnungen des Ortes sind sind:
Stärkste Glaubensgemeinschaft ist die Evangelische Kirche. Das Stadtgebiet gehört zwei verschiedenen Landeskirchen an: Während die Kernstadt und Climbach zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gehören, zählen die Stadtteile Nordeck und Winnen zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Im Jahre 1875 entstand auf Grund der zwangsverordneten Union zwischen der Lutherischen Kirche und der reformierten Tradition zu einer Kirche die Evangelisch-Lutherische Zionsgemeinde Allendorf, da sie ihr lutherisches Bekenntnis, Verfassung und Gottesdienst uneingeschränkt beibehalten wollte. Die Evangelisch-Lutherische Zionsgemeinde Allendorf gehört zum Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Diese Kirchengemeinde ist bis heute ein wichtiger Teil des religiösen Lebens in der Stadt.
Die katholischen Christen der Stadt (unter 10 % der Bevölkerung) gehören zur Pfarrei in Londorf (St. Franziskus). Diese gehört zum Bistum Mainz und verwaltet die Gläubigen in Nordeck und Winnen mit, die eigentlich nicht zu dem Bistum gehören. Dies erklärt sich daraus, dass die beiden Stadtteile ursprünglich zu Kurhessen (Landkreis Marburg) gehörten und erst 1974 in den Landkreis Gießen kamen.
Weitere Religionsgemeinschaften spielen in Allendorf (Lumda) eine untergeordnete Rolle.
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
Als untergeordnete Ebene existieren zwei Ortsbeiräte: Einer für Climbach und einer gemeinsam für Nordeck und Winnen. Die Ortsvorsteher in Climbach und Nordeck-Winnen werden von der SPD gestellt.
Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:
Bei der Stichwahl am 10. April 2011 gewann die SPD-Kandidatin Annette Bergen-Krause gegen den parteilosen Dieter Georg Hilbert mit 52,2 % und ist damit die erste Bürgermeisterin der Stadt Allendorf (Lumda).
Das Wappen wurde am 26. Mai 1988 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.
Blasonierung: „In Schild mit schwarzem Schildbord ein goldbekrönter und goldbewehrter, viermal Rot-Silber gestreifter Löwe auf Blau.“
Das Wappen wurde in der Vergangenheit sehr oft verändert, zeigte jedoch stets den Hessischen Löwen. Die aktuelle Version ist seit 1982 in Gebrauch. Zuvor wurde ein Wappen geführt, das einen in den Stadtfarben von Allendorf (Lumda) blau-schwarz gestreiften, nach links blickenden, Löwen auf weißem Feld zeigte.
„Auf blauer Flaggenbahn, begleitet von schwarzen Randstreifen, die von der mittleren Flaggenbahn durch je einen weißen Streifen abgetrennt sind, in der oberen Hälfte das Stadtwappen.“
Charakteristisch ist das rege Vereinsleben für die kleine Stadt. Fast alle Bürger – gleich welchen Alters – sind in mehreren Vereinen tätig. Auf 100 Bürger kommen ca. 1,2 Vereine.
Alle Sparten sind hierbei vertreten: von Heimatgeschichte (Heimatverein) über Ortsbildpflege (DenkMal Altstadt) bis zu den Landfrauen; von Sport (mehrere Vereine) über die Musik (ebenfalls zahlreiche Vereine) bis zum Tierschutz (IG Tierschutz in Mittelhessen e.V.). Besonders exotisch: der Knoblauchklub.
Besonders erfolgreich sind der Kegelverein (er stellt unter anderem eine Junioren-Weltmeisterin) und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, der bereits zahlreiche Titel bis hin zur Deutschen Meisterschaft (unter anderem 2005) sammeln konnte.
Jährlich im November wird der historische Nikelsmarkt (seit weit über 600 Jahren) abgehalten, der alljährlich viele Tausend Besucher anzieht.
Im August findet in Zusammenarbeit mit Rabenau, Staufenberg und Lollar ein autofreier Sonntag im Lumdatal statt. Auch diese Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit.
Jährlich um den letzten Sonntag im Juli wird das wohl bedeutendste Volksfest auf dem Festplatz der Kernstadt gefeiert: Die Allendorfer Kirmes, Veranstalter ist die Burschenschaft, seit 1976 als eingetragener Verein.
Die traditionelle Küche der Region besteht aus einfachen und sehr nahrhaften Gerichten. Fleisch war auf dem Tisch der einfachen Bürger eine Seltenheit. Wichtige Zutat zu den meisten Hauptgerichten war die Kartoffel, die sich heute noch in den traditionellen und noch immer gern gegessenen Gerichten wie dem »Schalet« und dem »Lohkuchen« (im Stadtteil Climbach »Schmierschelkuchen« genannt) wiederfindet.
Große Bedeutung haben auch Getreide und Obst. Die »Hessische Nationalfrucht« (Apfel) ist auch heute auf zahllosen Streuobstwiesen zu finden. Er wird zu Apfelwein, Apfelsaft und als Koch- und Backzutat verwendet.
Die Wirtschaft von Allendorf (Lumda) ist geprägt durch kleine Betriebe. In den letzten Jahren zeigte sich eine deutliche Orientierung hin zu EDV und Werbung. Das Handwerk ist weiterhin stark präsent, während der Anteil der Landwirtschaft stetig abgenommen hat. Eine deutliche Veränderung von zahlreichen Kleinbetrieben hin zu wenigen großen Betrieben ist festzustellen.
Die Nahversorgung ist in der Kernstadt gewährleistet, für Waren des mittel- und langfristigen Bedarfs wird vor allem Gießen aufgesucht.
Allendorf liegt an der Lumdatalbahn, die früher von Gießen kommend im Bahnhof Lollar von der Main-Weser-Bahn abzweigte und über Staufenberg, Allendorf und Londorf bis Grünberg verkehrte und dort in die nach Fulda führende Vogelsbergbahn mündete. Die Strecke zwischen Londorf und Grünberg wurde jedoch bereits 1965, der westliche Abschnitt nach Lollar/Gießen 1981 stillgelegt. Die nächsten heute noch betriebenen Bahnhöfe befinden sich in Lollar, Grünberg und Gießen.
Der zweigleisige Bahnhof Allendorf (Lumda), welcher ehemals drei Bahnsteiggleise besaß, wurde mit der Eröffnung des Streckenabschnitts Londorf–Lollar am 1. Juni 1902 eröffnet. In den 1970er Jahren wurde Gleis 3, welches für Zugkreuzungen zur Verfügung stand, abgetragen. Für den Güterverkehr wurde in den 1980er Jahren ein Nebengleis modernisiert. Das Empfangsgebäude ist noch im Ursprungszustand erhalten und befindet sich heute in Privatbesitz.
Allendorf liegt nur einige Kilometer nördlich des Reiskirchener Autobahndreiecks. Über die Auffahrten Reiskirchen oder Grünberg besteht Anschluss an die A 5, A 485 und A 45 in alle Richtungen. Über Staufenberg gelangt man auf die B 3 in Richtung Marburg und Kassel.

Allendorf (Lumda) | Biebertal | Buseck | Fernwald | Gießen | Grünberg | Heuchelheim | Hungen | Langgöns | Laubach | Lich | Linden | Lollar | Pohlheim | Rabenau | Reiskirchen | Staufenberg | Wettenberg

Klaus-Peter Schmidt-Deguelle

Klaus-Peter Schmidt-Deguelle (* 10. Oktober 1950 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Journalist und Politikberater. Bekannt wurde er vor allem als persönlicher Berater von Finanzminister Hans Eichel.

Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Geschichte, Germanistik und Politologie an den Universitäten in Köln, Freiburg im Breisgau und Marburg begann Klaus-Peter Schmidt-Deguelle 1979 seine journalistische Karriere in der Redaktion der Berliner Abendschau des damaligen SFB in Berlin. 1984 wurde er Leiter der ARD-aktuell Redaktion des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main, zu der auch die Tagesschau und die Tagesthemen gehörten. In dieser Tätigkeit war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle auch für die Börsen- und Finanzplatzberichterstattung der ARD verantwortlich. Er berichtete 1989 von der Besetzung der deutschen Botschaft durch Bürger der DDR sowie der ‚samtenen Revolution‘ als Sonderkorrespondent aus Prag. 1992 koordinierte Klaus-Peter Schmidt-Deguelle die Berichterstattung über den Auftakt der Nahost-Friedensgespräche in Madrid sowie den EU-Gipfel in Lissabon für die ARD. 1993 wurde er Nachrichten-Chef bei VOX und später Chefredakteur des Aufbau-Teams sowie Mitglied der Geschäftsführung.
Unter Ministerpräsident Hans Eichel wurde Klaus-Peter Schmidt-Deguelle 1994 Staatssekretär und Sprecher der Hessischen Landesregierung. Diese Funktion hatte er bis April 1999 inne.
Im Anschluss an seine Funktion als Staatssekretär der Hessischen Landesregierung beriet er von 1999 bis 2000 das Bundesarbeitsministerium unter Walter Riester sowie das Bundeskanzleramt. Von 1999 bis 2005 war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle außerdem Berater des Bundesfinanzministeriums unter Hans Eichel sowie dessen persönlicher Berater. In dieser Funktion war er ständiger Teilnehmer an allen internationalen Konferenzen (G7 / G8, IWF- und Weltbank Tagungen, EU-Finanzminister- und Ratssitzungen, bilaterale Regierungskonsultationen etc.).
Von 2000 bis 2006 war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle zusätzlich als selbstständiger Medien- und PR-Berater in Berlin und Frankfurt am Main für Ministerien, Behörden, Unternehmens- und Personalberatungsfirmen, Fernsehsender sowie einzelne Unternehmen tätig. 2006 wurde er ‚Associate Partner‘ der WMP EuroCom AG. Seit dem 1. Januar 2008 ist er ordentliches Mitglied des Vorstands. Er ist Redaktionsbeirat des Magazins Politik & Kommunikation.

Brigitte Hobmeier

Brigitte Hobmeier (* 2. März 1976 in München) ist eine deutsche Schauspielerin. Sie spielte von 2013 bis 2015 bei den Salzburger Festspielen die Buhlschaft im Jedermann.

Aufgewachsen in Ismaning bei München, studierte Brigitte Hobmeier nach dem Abitur von 1996 bis 1999 an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach ersten Gastengagements am Landestheater Neuss und am Schauspielhaus Düsseldorf gehörte sie von 1999 bis 2001 zum Ensemble von Peter Steins Faust-Projekt. Von 2002 bis 2005 spielte sie unter Christian Stückl am Münchner Volkstheater, an dessen Bühne sie als Viola in Shakespeares Was ihr wollt, als Lulu und als Geierwally Erfolge feierte. 2004 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis.
Seit 2005 ist Brigitte Hobmeier Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele und war dort unter anderem als Warja in Tschechows Der Kirschgarten und in der Rolle der Gudrun Ensslin in Elfriede Jelineks Ulrike Maria Stuart zu sehen. Für ihre Interpretation der Glückssucherin Elisabeth in Ödön von Horváths Glaube Liebe Hoffnung wurde sie 2007 mit dem Faust-Theaterpreis in der Sparte Beste darstellerische Leistung im Schauspiel ausgezeichnet. Thomas Ostermeiers Bühnenfassung von Fassbinders Die Ehe der Maria Braun mit Brigitte Hobmeier in der Rolle der Titelheldin wurde 2008 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und von der Kritik sehr positiv aufgenommen. 2010 spielte sie, abermals in einer Inszenierung von Thomas Ostermeier, neben Lars Eidinger in Lars Noréns Dämonen an der Schaubühne am Lehniner Platz. In den Münchner Kammerspielen ist sie weiterhin in der Rolle der Susn in Herbert Achternbuschs gleichnamigen Stück sowie als Kaiserin Elisabeth in Ivo van Hoves Bühnenfassung von Viscontis Ludwig II. zu sehen, die am 3. März 2011 Premiere feierte.
In den vergangenen Jahren war Brigitte Hobmeier auch vermehrt in Fernseh- und Kinoproduktionen präsent. Bereits 2003 machte sie in der Hauptrolle von Sören Voigts Identity kills auf sich aufmerksam und gewann bei internationalen Filmfestivals zwei Darstellerpreise. 2005 wurde sie als Birgit Winkler in dem Konstanzer Tatort Das Lächeln der Madonna in einen Kunstraub verwickelt. In Martin Gypkens’ Adaption von Judith Hermanns Erzählband Nichts als Gespenster wirkte sie ebenso mit, wie an der Seite von Maximilian Brückner in Marcus H. Rosenmüllers Verfilmung der Lebensgeschichte des Räuber Kneißl und in der Verfilmung von Andrea Maria Schenkels Bestseller Tannöd. Im ZDF-Historiendrama Die Hebamme – Auf Leben und Tod spielte sie die Titelrolle neben Mišel Matičević. In den vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folgen des ARD Radio Tatorts spricht sie die Polizeiobermeisterin Senta Pollinger.
Von Juli 2013 bis August 2015 gab Hobmeier bei den Salzburger Festspielen im Jedermann die Buhlschaft.
Brigitte Hobmeier ist mit einem Schriftsteller verheiratet und Mutter eines Sohnes.

Alex Eskin

Alexander „Alex“ Eskin (* 19. Mai 1965 in Moskau) ist ein russischstämmiger US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit geometrischer Gruppentheorie, Ergodentheorie und dynamischen Systemen (Billards), Lie-Gruppen mit Anwendungen in der Zahlentheorie beschäftigt.
Er studierte Mathematik an der University of California, Los Angeles (Bachelor Abschluss 1986), danach Physik bis 1989 am Massachusetts Institute of Technology. 1991 studierte er weiter Mathematik an der Stanford University und promovierte 1993 an der Princeton University bei Peter Sarnak (Counting lattice points on homogeneous varieties). 1993/94 war er als Postdoc am Institute for Advanced Study. Danach war er an der University of Chicago, zunächst als Dickson Instructor, ab 1997 als Associate Professor und ab 1999 als Professor.
Er beschäftigte sich unter anderem mit der Dynamik und Geometrie von Teichmüllerräumen, geometrischer Gruppentheorie, Ergodentheorie in Lie-Gruppen und Billards in rationalen Polygonen.
1992/93 war er Sloan Fellow und 1997 bis 2002 Packard Fellow. 2007 erhielt er den Clay Research Award, insbesondere für gemeinsame Arbeiten mit David Fisher and Kevin Whyte, die die Starrheit von Gruppen zeigte, die quasi-isometrisch zur dreidimensionalen auflösbaren Lie-Gruppe Sol sind. 2010 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Hyderabad (Quasi-isometric rigidity of solvable groups mit David Fisher) und 1998 in Berlin (Counting problems and semisimple groups). Er ist Fellow der American Mathematical Society, 2011 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, 2015 in die National Academy of Sciences.